Egmond mit Übernachtung – ein Sonnenwochenende am Meer

Ihr Lieben,

ich war schon wieder am Meer.

in Egmond am StrandIch geb es ja zu, ich kann einfach nicht lange ohne. Und weil wir beide das gemeinsam haben, war ich mit Jasmin zusammen unterwegs.

Am (zumindest für uns) frühen Morgen packte ich sie ein, und auf gut Glück hatten wir auch beide eine Tasche dabei. Wir wollten vor Ort spontan schauen, ob wir für eine Nacht eine Unterkunft finden. Vor Ort war in diesem Fall, wen wundert es eigentlich noch, mein geliebtes Egmond aan Zee. Ich hab euch ein paar sonnige Strandeindrücke mitgebracht, und auch von unserem Mittagsplätzchen an der Sonne bei „Het Wapen van Egmond“, wo wir mittags eigentlich immer zu speisen belieben. Aber vor allem möchte ich diesen Eintrag nutzen, um euch einen 1a-Übernachtungstipp zu geben.

Wir fuhren also gegen 11 Uhr in Egmond ein (über die Strandpromenade am Leuchtturm vorbei, wie ich das seit 30 Jahren tue) und begannen unsere Unterkunftssuche am Kennedeyboulevard, die Churchilllaan runter und überall blickte uns aus den Fenstern ein „Bezet“-Schild an. War ja irgendwie klar, an einem langen Wochenende. Aber dann, um die Kurve auf der Marshallstraat (ja, eindeutig waren wir im Präsidenten-Viertel) endlich ein „Vrij“-Schild. Und am Türschild stand „De Strandwal“ (gerade habe ich bei der Suche nach dem richtigen Link noch ein „Strandwal“ in Egmond gefunden, allerdings in Egmond-Binnen. Das meine ich nicht, auch wenn die Fotos schick aussehen. Wisster Bescheid.). Da hüpfte mein Herzchen, denn vor 8 Jahren hatte ich dort schonmal gewohnt, im Somerhuis. Das sind kleine Häuschen in den allermeisten Gärten dort in Egmond (und anderen holländischen Städten), die an Gäste vermietet werden. Bei den Eheleuten de Waard gibt es Zimmer mit Frühstück, die ich persönlich noch nicht gesehen habe, oder eben das Somerhuis. Und genau das war auch noch frei, also zogen Jasmin und ich nach gerade mal fünf Minuten Suche für 30 Euro/p.P. mit großem Hallo dort ein. Leider gibt es keine Fotos von mir, und auf der Infoseite von Egmond aan Zee sind nur Bilder der Zimmer mit Frühstück, aber hier eine kleine Beschreibung:

Beim Betreten des Somerhuis (als Gast muss man nicht durch das Haus der Gastgeber, sondern hat durch das Gartentor einen eigenen Eingang) steht man in einem kleinen Flur, von dem links eine (sehr steile!, knarzige) Treppe nach oben führt, geradeaus geht es in das kleine, aber feine und pikobello saubere Badezimmer, nach rechts ins Wohnzimmer. Dort stehen eine gemütliche Rattancouch und ein Schwingsessel (ich glaube vom Schweden) um einen kleinen Holztisch, ein Esstisch mit Bank und Stühlen steht an der hinteren Wand, darüber ist ein recht großer Flachbildschirm-Fernseher angebracht, so dass man ihn auch von der Couch aus sehen kann. In einer Nische schließt sich die voll eingerichtete Küche an. Über die Treppe gelangt man ins Dachgeschoss, wo es zwei Schlafkammern gibt, eine kleine am Aufgang der Treppe mit einem 1,40 x 2 m Bett und eine geräumige dahinter mit einem großen Doppel-, einem Einzel- und einem Kinderbett, Platz für Garderobe in Wandschränken und einem Waschbecken mit Warmwasser. Bettwäsche und Handtücher sind vor Ort. Alles ist zwar schlicht, aber trotzdem liebevoll eingerichtet, und kleine maritime Details lassen einen nie vergessen, wo man gerade ist. Eigentlich ist so ein Sommerhaus für Selbstversorger, aber die entzückende Frau de Waard winkte ab und meinte im Hinausgehen zu uns, dass es doch Quatsch sei, für eine Nacht was einzukaufen, und dass sie uns am nächsten Morgen ein Tablett rüber bringen würde. Wir waren sehr dankbar und glücklich, dass der Sonnentag jetzt so richtig anfangen konnte.

Es folgen nun also ein paar Eindrücke für euch vom Mittagstisch und unserem Nachmittag am Strand. Hach.

Den Abend verbrachten wir zum Essen im „Mats“ (wo es sehr lecker, aber auch nicht ganz günstig war) und nach einem Eis als Absacker auf der Couch mit unseren Büchern. Die Nacht war ruhiger als zunächst befürchtet (nebenan im Somerhuis Wand an Wand mit unserem wohnte eine Familie mit gefühlt 50 Kindern, die aber ab halb elf schlagartig still wurden) und am nächsten Morgen stand wie verabredet um neun Uhr Frau de Waard vor unserer Tür. Und mit ihr ein Tablet mit unserem Frühstück. Achtung: zwei frisch gekochte Eier, zwei Gläser Orangensaft, eine Kanne Kaffee, Butter, zwei Sorten Brot, Salami, Schinken, Käse, Marmelade UND Hagelslag (Schokostreusel). OHNE Aufpreis. Da war’n wir erstmal platt, und Frau de Waard wollte von überschwänglichen Dankesbekundungen nichts wissen. Sie wünschte Guten Appetit und überließ uns dem Essen. Großartig.
Also, einfach nur weil es mir so gut gefallen hat und man dort vortrefflich aufgehoben ist, wenn man nicht unbedingt Luxus braucht, mein Übernachtungstipp in Egmond für euch: bei Familie de Waard im Strandwal auf der Marshallstraat 43. So.

Bevor wir am späten Nachmittag zurück gefahren sind, waren wir noch in Bergen-Binnen am Streichelzoo (die liebe Fee hat hier mal darüber geschrieben und sooo süße Fotos gemacht) und nochmal am Strand für einen Tee und Blick aufs Meer, diesmal mit Wolken und Wind, aber das machte nichts. An meiner geliebten Nordsee ist es schließlich immer schön.

Demnächst geht es für mich in die ganz andere Richtung, nach Süden in die Berge. Ich bin schon gespannt… Bis dahin sonnig-sandige Grüße,

herzlichst, Sunny

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