The Soundtrack of my life – Part 4

Ihr Lieben,

es gibt da noch so ein paar Songs… meine letzten Jahre, die ich liedermäßig noch nicht mit euch geteilt habe, 2011 bis heute.
Wie meine musikalische Entwicklung bisher aussah, habe ich euch hier, hier und hier erzählt, und das ist schon eine Weile her. Da wir nun aber bereits in ein neues Jahr gestartet sind, fand ich, dass es Zeit wird für den „Rest“… so far. Denn es geht ja immer weiter mit wunderbarer Musik.

  1. Pictures of you – The Cure

Dieses Lied trat Anfang 2011 in mein Leben, obwohl ich The Cure natürlich schon länger kannte… aber eben nur die Lieder, die im Radio oder im Club liefen wie „Friday I’m in love“ oder „A Forest“. Pictures of you begleitete mich damals auf vielen, vielen Spaziergängen in meinen Ohren oder auch zum Einschlafen (mit allen anderen Liedern des großartigen Albums „Disintegration“) und ist heute aus meiner LiederfürdieEwigkeit-Liste nicht wegzudenken..

Lecker Kaffee im November 2011 in London

Lecker Kaffee im November 2011 in London

2.  Shape of my heart – Sting

Dass ich diesen Künstler verehre, ist nicht neu. Und im März 2012 durfte ich ihn live erleben, in Berlin in einem verhältnismäßig kleinen Club auf seiner „Back to Bass“-Tour. Es war groß-ar-tig. Der Mann stand mit seinem Bass ganz am Bühnenrand, quasi zum Greifen nah (auch wenn ich nicht ganz vorne stand) und hatte eine Ausstrahlung, die die gesamte restliche Band in den Hintergrund treten ließ. Shape of my heart ist ein Lied, das ich schon länger kenne und wirklich toll fand, aber nach diesem Konzert war die Liebe ganz neu entfacht.

3. Black Celebration – Depeche Mode

Bereits das zweite Mal, dass diese Band in meinem Soundtrack auftaucht, aber eben völlig zu Recht. Im Sommer 2013 erfüllte sich ein von mir lang gehegter Traum: ich habe Dave, Martin und Andrew in der Esprit-Arena in Düsseldorf auf einem Konzert gesehen, zusammen mit rund 45.000 anderen Fans, und das war ein ganz besonderer Abend… Eine Veranstaltung von dieser Größenordnung hatte ich noch nicht erlebt, und ich muss ehrlich gestehen, dass ich im Vorfeld ganz schön Bammel hatte. Aber ernsthaft, ich bin so froh, dass ich es doch gewagt habe, denn es war einmalig. Und Black Celebration war besonders eindrucksvoll inszeniert und soll deswegen stellvertretend für alle Songs auf der Playlist des Konzertes stehen.

Me and my Guitar im Sommer 2013 - kurz nach dem grandiosen DM-Konzert

Me and my Guitar im Sommer 2013 – kurz nach dem grandiosen DM-Konzert

4.Walzer für Niemand – Sophie Hunger

Zwar schon im Dezember 2013 sang Emily Intsiful diesen Song in der Sendung „The Voice of Germany“ (und ich fand ihn ergreifend schön), aber für mich gehört er trotzdem zum Jahr 2014, denn da kaufte ich das Album Monday’s Ghost von Sophie Hunger, die das Lied im Original singt. Und seit dem ist es in meiner meistgehörten Liste, weil es mich an viele Stunden in der damals neuen Wohnung erinnert. Beim Tippen am Schreibtisch, beim Baden, einfach bei einem gemütlichen Kaffee auf der Couch.

5. Hey – Andreas Bourani/ Yvonne Catterfeld

Die Interpreten sind für mich an dieser Stelle besonders wichtig. Denn ich mochte das Lied in der Andreas Bourani-Version, weil ich seine Stimme so wunderbar finde (auch wenn er mir als Mensch, aus diversen Formaten jetzt etwas besser bekannt, nicht sooo übermäßig sympathisch ist), und ich mochte es in der Yvonne Catterfeld-Version bei „Sing meinen Song 2015“, weil der Uptempo-Beat mir viel besser gefällt als die getragene Originalfassung… und dann gab es den Song als Duett in der Abschluss-Sendung von „Sing meinen Song“ und es war perfekt: die Stimme von Andreas (die hervorragend mit der von Yvonne harmoniert) und der Uptempo-Beat. Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob dieser Song für immer bei mir bleiben wird, denn Popsongs haben sich bisher als nicht sonderlich langlebig auf meiner Herzensmusik-Playlist gezeigt, aber im Moment jedenfalls ist er es und bleibt noch.

kurz vor der Abfahrt von meiner Herzensinsel Juist im September 2015

kurz vor der Abfahrt von meiner Herzensinsel Juist im September 2015

Das war es. Erstmal.
Ich bin sehr, sehr gespannt, was das neue Jahr an neuer Musik für mich bereit hält. Aber ich bin mir fast sicher, dass es wieder Lieder geben wird, die sich in meinem Soundtrack des Lebens fest verankern. Denn Musik ist und bleibt nunmal einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens.

Ich hoffe, meine musikalischen Ausflüge haben euch Spaß gemacht, und vielleicht habt ihr ja sogar das ein oder andere Lied für euch entdeckt. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.

Herzlichst, Sunny

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The Soundtrack of my life – Part 3

Ihr Lieben,

nach dem etwas trübsinnigen Abschluss der vorherigen musikalischen Rückreise bringen wir das Jahr 2002 fröhlicher deutlich anders hinter uns, und dann nehme ich euch mit in eine sehr verändernde Zeit. Schule vorbei… und jetzt? Und die Liebe, die Freundschaft… und immer wieder die Musik.

 

The Soundtrack of my life – Part 3

 

1. After Dark – Tito & Tarantula

Das Jahr 2002 ging für mich auf eine Art und Weise zu Ende, mit der ich in der Form nicht gerechnet hatte. Der Herzschmerz der vorigen Zeit ging vorbei, aus zwei Gründen: ich entdeckte eine neue Musikrichtung, und die wiederum ließ mich einen Herrn entdecken. Die Musikrichtung war, ganz grob gesagt, Gothic. Und der Mann, von dem ich mir sicher war, dass mein Vater ihm die Tür vor der Nase wieder zu machen würde (was er aber gar nicht tat! Er mochte ihn!!), machte mich sehr glücklich. Das oben genannte Lied war das erste, zu dem wir gemeinsam tanzten. Nein, nicht expressionistisch. Nur sehr… nah.

 

auf der Tetraeder-Halde, 2003. Der Kerl hatte seine Kamera mit für den Sonnenuntergang. Und da saß ich drin. Tja.

auf der Tetraeder-Halde, 2003. Der Kerl hatte seine Kamera mit für den Sonnenuntergang. Und da saß ich drin. Tja.

2. Won’t forget these days – Fury in the slaughterhouse

Ja, ich weiß. Voll gothic… nicht. Aber nur, weil ich diese Musik für mich entdeckt hatte, hieß das dann nicht, dass ich plötzlich taube Ohren für anderes hatte. Diese Band mochten nicht nur der Herr und ich beide sehr gern, das Lied habe ich auch für eine Freundin gesungen, als die 2003 wegzog in die Schweiz. Auf der Abschiedsparty packte ich meine Gitarre aus, und den Refrain hab ich mitnichten allein gesungen. Schön war’s.

 

3. Until the end of the world – Apoptygma Berzerk

Das passt dann schon eher in die „schwarze Szene“. Wollte ich jedem Lied gerecht werden, das mich durch diese Zeit begleitet hat (angefangenes, aber abgebrochenes Studium, am Wochenende tanzen), müsste ich eine seeehr lange Liste anfertigen. Aber dieses beschwört doch besonders viele und besonders schöne Bilder herauf von durchgetanzten Nächten und vielen lieben Menschen, von denen ich damals wusste, wenn ich in unsere „Stammdisco“ gehe, treffe ich auf jeden Fall 2/3 von ihnen… Falls es jemanden interessiert, das war das ehemalige Saint, heute Kulttempel, in Oberhausen.

 

4. My last Serenade – Killswitch Engage

Dort, im Saint, lief auch gerne mal dieses Lied. Es soll für eine Freundschaft stehen, die zu dieser Zeit besonders intensiv war, und das zugehörige Mädel sehe ich immer noch vor mir zur Musik abgehen (<- was für ein Unwort eigentlich. Aber irgendwie beschreibt es das am besten), wenn ich dieses Lied höre. Wir haben heute keinen Kontakt mehr, aber damals haben wir viel zusammen erlebt, und das vergesse ich nicht.

 

5. Willst Du? – Schandmaul

Das erste Lied, welches ich wirklich und vollständig auf der Gitarre zupfen lernte. 2004 hatte ich nach meinem missglückten Studium eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel mit dem Schwerpunkt Musikalien begonnen, und ein Arbeitskollege aus der E-Gitarrenabteilung wurde mein Gitarrenlehrer. Das Lied steht für einiges: Stunden im Zimmer meines Lehrers, die nicht nur zum Gitarrespielen, sondern auch zum Reden und besondere Musik näher bringen genutzt wurden, das Ende meiner Beziehung zu dem Gothic-Herrn Anfang 2005 und die Hochzeit zweier sehr guter Freunde von mir (wenn die auch „erst“ 2009 stattfand). Der Satz meiner Freundin „Wenn wir mal heiraten, wünsche ich mir, dass du dieses Lied für uns singst“ hatte schließlich und endlich 2005 dazu geführt, dass ich es lernen wollte. Und ich hab ihren Wunsch erfüllt.

 

Ich trete mal eben den Gegenbeweis an, dann Gothics a) nie in der Sonne sind und b) nie lachen... voll untrue.

2006 im Wald am Rotbach. Ich trete mal eben den Gegenbeweis an, dann Gothics a) nie in der Sonne sind und b) nie lachen… voll untrue.

6. Far away – Nickelback

Musikalisch wieder in bekannteren Gefilden, wohl auch aus dem Grund, dass ich im Jahr 2006 seeehr viel auf der Autobahn unterwegs war und dabei oft Radio hörte. Ich fuhr zwischen Bochum und Köln hin und her, wo zwei Filialen meines Arbeitgebers waren, und ich als Azubine bekam dann öfter mal die Fahrt aufgedrückt. Machte mir aber nix aus, denn Anfang 2006 hatte ich mein Herz verloren, gründlich und schmerzhaft, an jemanden, der in Köln ansässig war und den ich demzufolge am ehesten sehen konnte, wenn ich diese Fahrt auf mich nahm. Überhaupt war 2006 ein Jahr: Fußball-EM in Deutschland, mein Auszug von zuhause in die erste eigene Wohnung (nach Bochum zur Ausbildungsstelle), ein wunderbares Festival am Tanzbrunnen in Köln… und ein gebrochenes Herz. Zweimal. Von demselben Mann. Selbst Schuld, kann ich da nur sagen. Also jetzt, mit dem gebührenden Abstand.

 

7. Chasing Cars – Snow Patrol

Aber 2006 war auch das Jahr, das freundlich zu Ende ging. Denn nicht nur lernte ich damals über eine sehr gute Freundin den Liebsten kennen, mit dem mich damals schnell eine Freundschaft verband, sondern auch den Herrn, der die Katzen, von denen ich hier schonmal erzählt habe, in mein Leben brachte. Nach dem Chaos, das das Jahr über geherrscht hatte, war das Gefühl, zu dem oben genannten Lied früh morgens zur Arbeit zu fahren und alles, aber auch alles in meinem Leben wieder herrlich zu finden, eine schöne Abwechslung.

Im Zoom, 2008. Die Haare werden wieder kürzer und heller, die Musik gitarrenlastiger.

Im Zoom, 2008. Die Haare werden wieder kürzer und heller, die Musik gitarrenlastiger.

 

8. Saxon Street – Ezio

Ezio ist ein Sänger, dessen Musik mich immer, immer, immer an die darauffolgenden Jahre erinnern wird. Mein damaliger Mann des Herzens brachte Ezio in meinen Gehörgang, und da ist er bis heute verblieben. Ich verbinde damit vor allem Autofahrten (seltsamerweise scheint dabei immer die Sonne…), da wir am Anfang 80 Kilometer auseinander wohnten und immer hin und her gependelt sind (und später landeten wir erst für ein Jahr in Gelsenkirchen, wo wir aber beide irgendwie nicht so recht heimisch wurden, und dann in Oberhausen, meiner alten Heimat), ausgelassenen Gesang und Urlaub. Wir haben Ezio auch einmal live gesehen, in Unna. Das war ein herrlich atmosphärisches, klein gehaltenes Konzert, das auch zu den schönen Erinnerungen gehört.

 

9. Searching my soul – Vonda Shepard

Nachdem ich zwei Jahre Auszeit hatte, war ich 2006 zu meiner Band zurückgekehrt, und Searching my soul gehörte zu unserem Repertoire, damals und tut es heute noch. Ein Lied, bei dem ich Westerngitarre spiele und singe und mit dem ich mich wirklich wohl fühle. Was dann dazu führte, dass ich im September 2010 das unfassbare Vergnügen hatte, mit einer ganz anderen Band auf der Bühne zu stehen, nämlich als „Talent des Monats“ bei der Session Possible von Wolf Codera. Nichts gegen meine Band-„Jungs“, aber mit professionellen Musikern spielen zu dürfen, die sonst Stefanie Heinzmann, Xavier Naidoo und Konsorten begleiten, war echt… unglaublich. Die spielen Lieder auf Zuruf. Nix wochenlange Proben im Bunker.
„Welche Tonart issn das?“ – „A-Dur!“ – „Ah, klar. Dann weiß ich.“
Natürlich.
Ich kann euch sagen, diese drei Auftritte in Hattingen, Solingen und Essen stehen ganz, GANZ weit oben auf meiner Liste der (musikalischen) „War das groß-ar-tig!!“-Erinnerungen.

 

10. Live for real – K’s Choice

2010 ging nachdenklich zuende. Es gab eine Trennung, die zwar diesmal von mir ausging, was es aber emotional nicht unbedingt einfacher gemacht hat, und einen Umzug (mal wieder), aber diesmal nur innerhalb von Oberhausen. Plötzlich war ich nach über vier Jahren wieder allein in einer (ziemlich kleinen) Wohnung und hatte zu wenig Platz für meinen Krimkrams (ich kann echt nix wegschmeißen… vor allem nichts, das aus Papier ist. Briefe, Bücher, Kladden. Seufz.) und zu viel Platz für meine Gedanken. K’s Choice kannte ich zu diesem Zeitpunkt schon länger (meine beste Annie und ich hatten sie schon 2000/2001 sehr viel gehört), aber als ich da zur Weihnachtszeit statt mit wie sonst hüpfendem eher vor sich hin schwingenden Herzchen stand, fiel mir „Live for real“ wieder ein.
I will breathe the air, I’ll dance
And you will wonder why
It’s because you made me see
This chance was moving by
Because I’m not gonna live forever
But as long as I do
I’d love to live for real
With you I might get there
With you I might start to feel
With you I will get there
With you I will live for real.
Und dann begann ich, sehr viel Zeit mit dem Liebsten zu verbringen. Und mit Paul.
Man sieht ja, was daraus geworden ist.

Fünf Jahre liegen noch zwischen damals und heute. Einen letzten Ausflug wird es also noch geben, aber vermutlich keine 10er Liste mehr. Vielleicht kommt ihr ja dann nochmal mit. Es gibt noch was Neues, und schönes Altes.
Bis dahin alles Liebe,

herzlichst, Sunny