Frühlingserwachen im Kaisergarten

Ihr Lieben,

ihr wisst, dass ich ein Herbstkind bin. Am ehesten. Vielleicht ein Herbst & Winter-Kind. Aber wenn diese beiden von mir sehr geschätzen Jahreszeiten doch sehr lange da waren und gerade Letzterer statt knackig kalt und Schnee eher graumatschig und Regen zu bieten hatte, werde ich unversehends zu einem Frühlingsfreund.
Auch wenn Heuschnupfen, Wespen und Stechmücken dann ebenfalls wieder Einzug in die Welt halten: wenn die Sonne das erste Mal so richtig wärmt, Blüten duften und alles wieder grün wird, ist das doch sehr schön. Und es gibt Tierbabys! So richtig süße, die zum quietschen und knuddeln wollen verleiten. Aber auch alle anderen Tiere, die dann wieder zum Vorschein kommen (bis auf eingangs erwähntes Krabbelzeugs… nützlich, ok. Muss ich aber trotzdem nicht haben) lassen mein Frühlingsherzchen hüpfen. Und von Sonne, Frühlingsblumen und entzückenden Tierchen habe ich euch welche mitgebracht von meinem letzten Besuch im Kaisergarten. Ich hatte ja hier schonmal darüber geschwärmt, welch vielfältige Motive einem dort vor die Linse kommen. Da war es Herbst. Jetzt aber eine Ladung Frühling!

So einladend wurde ich bereits begrüßt, als ich den Park betrat. Ich bin ja eigentlich ein Musik-über-Kopfhörer-Hörer, wenn ich unterwegs bin. Oft zumindest. Aber nicht an diesem Tag. Ich wollte nicht nur sehen und riechen, sondern auch hören. Und das war ein Glück. Sonst hätte ich das Rascheln im Laub am Wegesrand verpasst und somit dieses putzige Gesellchen, das mir einen schnellen Knipser erlaubte, bis es wieder eilig davonhuschte:

Mäuschen!(ich freue mich in einem Tierpark irgendwie noch mehr über die frei lebenden Tiere. Seltsam. Dazu später noch mehr.)

Ein Glück war es ein ganzes Stück entfernt von ihm hier:

Corvus CoraxIch glaube nicht, dass diesem scharfen Blick eine Maus im Laub entgehen würde…

Nur wenige Meter weiter bot sich mir ein herrlicher Anblick. Balzzeit bei Pfauens!

Zugegebermaßen habe ich von diesem hübschen Kerl nicht zwei Bilder, sondern etwa 20x so viele… aber das würde hier den Rahmen sprengen. Die Rufe der Pfaumännchen waren übrigens im ganzen Park zu hören.
Dann kam es zu den ersten quietschenden Entzückungslauten meinerseits. Deswegen:

SchaffamilieUnd erst recht deswegen:

Guckguck!Hach! Aber auch frühlingsbotenmäßig in Form von Blumen und Blättern bekam ich noch einiges geboten… und einen stolzen Schwan! Der schwamm so langsam und elegant vorbei, als wüsste er genau, dass ich da am Ufer herumhüpfte und ihn besonders vorteilhaft abzulichten versuchte…

So langsam neigte sich die Sonne zum untergehen. Und ich meinte mich irgendwie zu erinnern, dass der Kaisergarten irgendwann schließt. Also machte ich mich auf den Rückweg – und kam dabei bei den Waschbären vorbei. Die hielten mich dann auf. Denn das war einfach so ein knuddeliger Anblick, dass ich nicht dran vorbeigehen konnte.

Als ich dann aber wirklich, wirklich dem Ausgang zustrebte, fegte auf einmal ein rotbrauner Blitz über den Weg. Und mein Herz, das bekanntermaßen voller Eichhörnchenliebe steckt, schlug schneller. Sollte ich wirklich, als krönenden Abschluss, sozusagen, noch ein Hörnchen-Bild machen dürfen?! Besagtes Hörnchen dachte sich erstmal „Nö!“ und drehte mir den Rücken zu.

das Hörnchen und ich IAber ein schöner Rücken kann auch… lassen wir das. Seht ihr, wie es mich aus dem Augenwinkel beobachtet hat? Ich trat einen Schritt näher – und schwupps war es im Gebüsch verschwunden. Aber direkt daneben war ein Baum. Und man weiß ja (als alter Eichhörnchen-Fan) dass die gern auf Bäume flüchten. Sollte es vielleicht…? Ja! Sollte es! Nachdem wir uns eine Weile um den Baum „gejagt“ hatten (ich ins Gebüsch, um die andere Seite des Baumes zu sehen, Hörnchen drumherum. Ich wieder auf den Weg, um das Hörnchen besser zu sehen, Hörnchen auf die andere Seite usw.) saß es schließlich lange genug still, um mir diesen Schnappschuss zu gewähren:

das Hörnchen und ich IIUnd dann kletterte es davon.
Ich seufzte zufrieden auf (nachdem ich auf der Kamera gescheckt hatte, ob das Bild ansatzweise scharf geworden war), drehte mich zum Weg und sah bei der Gelegeneheit, dass der Park leer war. Also, menschenleer. Hmja. Ausgang nochmal wo?
Nachdem ich vor einer verschlossenen Tür gestanden und peinlicherweise sogar mal dran gerüttelt hatte, fiel mir das Schild ins Auge „nach 16:30 Uhr (zu diesem Zeitpunkt laaange vorbei) nutzen Sie bitte den Ausgang hinter dem Wildpferdgehege“. Gut. Auf der ganz anderen Seite. Warum nicht.
Ich hielt also mein Gesicht nochmal beim laufen in die immer schneller schwindende Sonne, hielt nicht nochmal an, um ein Pfaumännchen zu fotografieren, das dabei war, zu demonstrieren, wer hier das größte Rad hatte, und fand schließlich eine sich willig drehende Drehtür. Der Pfau hinter mir rief, die Sonne vor mir ging unter. Herrlich.

Abschied über'm Rhein-Herne-KanalIch muss ehrlich sagen, ich freue mich über ihn, den Frühling. Ihr auch?

Herzlichst, Sunny

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Mein Hund im T-Shirt – ein paar Stunden Angst und eine Erkenntnis

Paul am Strand von JuistIhr Lieben,

einige von euch haben mit Sicherheit Paul schonmal auf meinem Blog gesehen. Wie ich hier bereits erzählt habe, ist er zwar ursprünglich an der Seite des Liebsten in mein Leben getreten, aber ich habe ihn so lieb gewonnen, dass ich ihn auf keinen Fall mehr missen möchte. Vor einiger Zeit ist es aber passiert, dass ich mich mit diesem Gedanken beschäftigen musste…

Paul hatte einen Knubbel in der Höhle am Vorderlauf. Er wuchs nicht und schien ihm keine Schmerzen zu bereiten, trotzdem fuhren wir irgendwann zum Tierarzt, um, wie man so schön sagt, Gewissheit zu haben. Von Gewissheit konnte nach der Untersuchung aber keine Rede sein. Denn der Mensch in Weiß griff dem Paulehund in die Achsel, fühlte, brummte, fühlte nochmal und sagte dann: „Alsooo… die Konsistenz fühlt sich gar nicht gut an. Ein Lipom kann ich sicher ausschließen. Das ist genau die Art von Knoten, die auf einen Mastzelltumor schließen lassen.“
Mir wurde kalt. Das Wort Tumor ist einfach nicht gut behaftet. Und „Mastzell“ klang jetzt auch eher unberuhigend.
„Wenn es mein Hund wäre, läge er nächste Woche hier auf dem OP-Tisch. Das würde ich abklären.“
Im folgenden Gespräch, das der Liebste und der Arzt führten, ging es dann noch darum, was mit der Entnahme passieren würde und wie die Chancen stünden, sollte es bösartig sein. Das ging an mir so halb vorbei, weil ich auf den Wuschelhund guckte, der da mit eingezogener Rute saß, und dachte: „Krank? Er? Das kann nicht sein. Das hätten wir doch gemerkt…“
Ich muss vermutlich nicht näher ausführen, dass ich mich in den Tagen vor der OP dazu zwang, nicht darüber nachzudenken, was passieren könnte. Meine Omi hat schon immer gesagt „Über ungelegte Eier regen wir uns nicht auf“, und daran wollte ich mich halten. Aber am Tag, als ich Paul dann in der Klinik ablieferte und er mir hinterhersah, als ich ihn bei dem Arzt zurückließ, war nichts mehr mit „nicht dran denken“. Ich musste mich bewusst ablenken, um nicht ständig darüber zu grübeln, was da jetzt passieren würde und was das Ergebnis eventuell heißen könnte.
Der Arzt hatte gesagt, dass wir Paul gegen fünf wieder abholen können würden und er nur anrufen würde, wenn etwas besonderes sei. Aha. Als dann um kurz nach zwölf das Telefon ging, blieb mein Herz kurz stehen. Und warum rief er an?! Um mir zu sagen, dass alles super verlaufen und der Knoten auf jeden Fall harmlos sei, das habe man schon bei der Stichprobe erkennen können. Paul sei schon fast wach und könne eher angeholt werden. … … …
Was da in mir vorging? Erst war ich unendlich erleichtert. Und dann sehr, sehr wütend auf den Arzt, der doch „ein Lipom sicher ausschließen“ konnte und mich in solche Angst versetzt hatte. Und dann einfach nur noch glücklich, denn Wut ist ja ein Energiedieb und schien mir auch nach einigen Minuten des „Dieser Blödmann!!“ (zensierte Version für’s Internet) denken unangebracht. Der Paulehund war in Ordnung!

Ich schließe mich ungern Diskussionen an, ab wann es beginnt, dass man Tiere zu sehr vermenschlicht, sie zu sehr in das Leben mit ein bezieht, sie übertrieben als Freunde oder Gefährten betrachtet. Die Grenzen verschwimmen für mich da zu sehr, und letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was richtig oder falsch ist. Aber ich kann für mich sagen, dass Paul tatsächlich ein Familienmitglied für mich ist und ich so glücklich bin, dass er vermutlich noch einige gute Jahre mit seinen Tauen und seinem Ball, aber dann wieder ohne T-Shirt, das eine vernähte OP-Narbe schützen soll, in seinem Körbchen herumliegt.

Paulehund im KörbchenIch wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

Herzlichst, Sunny

Urlaub zuhause – ein (tierischer) Besuch im Kaisergarten Oberhausen

DSC05324Am Wochenende war meine Freundin Anny zu Besuch, und da sie eine große Erpelliebe hegt und das Wetter es gut mit uns meinte, stürmten wir den Kaisergarten in Oberhausen, der – außer hübsch anzuschauendem Herbstlaub, der Designer-Brücke „Slinky Springs to Fame“ und dem angrenzenden Schloss Oberhausen mit der Ludwiggalerie – Tiere in freier Wildbahn und in Gehegen zu bieten hat (Eintritt frei!), und darunter jede Menge neugieriger Enten.
Mit diesen quakenden Gesellen beginne ich auch einfach mal meine Fototour, denn bereits beim Betreten des Kaisergarten, als wir an den See kamen, sahen uns viele von ihnen entgegen.

Und Anny saß mittendrin und freute sich sehr…

Anny fotografiert Annys ErpelliebeAber natürlich hatte der Park noch einiges mehr an tierischen Bewohnern zu bieten. In der folgenden Galerie eine kleine Auswahl meiner liebsten Fell – und Federnasen.

Dazu muss ich sagen, dass der Pfau auf einem Futtertraufendach saß und sich ausgiebig putze, was mit viel Zeit verschaffte, sein hübsches Gesicht samt Federschmuck einzufangen. Und die Bisamratte kam einfach aus einem Wasserlauf gekrabbelt, der nicht zu einem Gehege gehörte, was einen vorbeilaufenden Hund dazu brachte, sein hartnäckig an der Leine hängendes Herrchen durch die Gegend zu ziehen.
Die meisten „Ooooh!“ und „Sind die putzig!“-Ausrufe entlockten uns aber vermutlich diese süßen Fellknäuel…

Auch wenn die Posen nicht sehr freundlich ausfielen, waren sie umso witziger…

Bäh(r)Zwischendurch zog es uns aber auch auf die eingangs erwähnte, sich schlängelnde Brücke, wo wir unter den Liebesschlössern eins entdeckten, das mich wortwörtlich besonders ansprach.

Alles in allem war es ein wunderschöner Herbsttag, und da der Kaisergarten nur wenige Autominuten von meinem Zuhause liegt, werde ich mit Sicherheit noch öfter vorbeischauen. Spätestens im Frühling, wenn die tierischen Bewohner Nachwuchs haben. Dann wird meine Kamera vermutlich vor lauter Putzigkeit zerspringen 🙂

Fazit ist jedenfalls, dass sich der Besuch im Kaisergarten nicht nur für Familien lohnt. Der geneigte Spaziergänger und Fotograf kann dort ebenso angenehme Stunden mit charmanten Motiven verbringen. (Aber merke: die Tiere nicht mit Brot füttern, auch nicht die Enten. Wildfutter oder Möhren sind angeraten.) Ich kann’s empfehlen!

Herzlichst, Sunny

auf der Holzbrücke

Große Herbstliebe in Wolfsburg und ein entzückender Möter

Unterwegs sein ist einfach so toll… und letztes Wochenende war erst der Anfang!

Ich werde in den nächsten drei Wochen noch viel auf Achse sein und euch davon berichten, aber hier erstmal Eindrücke vom wunderschönen Schlosspark des Schloss Wolfsburg, wo ich mich am Sonntag mit der Besten und ihrem entzückenden Möter Butz bei schönstem Sonnenschein herumgetrieben habe.

Meine Freundin Annie ist vor über 12 Jahren nach Niedersachsen verzogen… der Liebe wegen, und auch wenn es diese Liebe mittlerweile nicht mehr gibt, ist doch die zum Bundesland geblieben. Und wenn ich sie besuche, verstehe ich auch immer wieder, warum. Sie wohnt nicht direkt in Wolfsburg, sondern in einem kleinen Dorf im Umland, so richtig „wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen“. Wiesen, Felder und Wälder und mittendrin das Dörfchen. Und als wir Samstag nacht aus Braunschweig zurück kamen, wo wir noch im Lindbergh gesessen und geredet hatten, war der Himmel so übersät mit Sternen, wie man sie bei uns im Ruhrpott wahrlich nicht sieht. Ich weiß nicht, ob ich immer so idyllisch wohnen könnte, aber für die Zeit, wenn ich bei Annie bin, ist es wie ein Urlaub.
Dieses Landleben ist natürlich auch für Butz, den Möter, ein Traum.

Butz ist tatsächlich halb Mensch, halb Köter, auch wenn er mit seinen Flappohren eher wie eine quirlige Fledermaus anmutet. Annie hat ihn vor neun Jahren als handvoll Welpe aufgenommen und ihn dem Tod von der Schüppe geschnappt. Seit dem weicht Butz ihr nicht mehr von der Seite.

Annie und ButzWir drei sind also im Park unterwegs gewesen, und ein paar Eindrücke möchte ich hier noch zeigen:

Ich liebe den Herbst. Ich spüre ihn inzwischen in jeder Faser meines Körpers, und ich freue mich über ihn. Und ich freue mich, dass meine Beste und ich den schönen Sonntag noch so nutzen konnten, bevor ich mich in den Zug gesetzt habe.
(Der wollte mich übrigens ärgern und ist erst nicht nach Dortmund reingefahren, hat sich nach fast einer Stunde Aufenthalt dann doch wieder in Bewegung gesetzt, nur um dann in Essen einfach stehen zu bleiben, so kurz vor’m Ziel. Hab mich dann aber in einen überfüllten Re gequetscht und bin doch noch nach Duisburg gekommen. Aber dieses herrliche Wochenende konnte mir die DB dann echt nicht mehr vermiesen.)

Die kommende Fahrt (diesmal mit dem Auto) bringt mich weiter weg, aber davon mehr das nächste Mal.

Herzlichst, Sunny

Hund im Garten am Morgen vertreibt… ihr wisst schon.

Heute hat mich doch glatt die Sonne geweckt… und Paul.

Na gut, ganz zuerst war es der Wecker. Aber bei dem Blick auf die Vorhänge, die verheißend leuchteten (weil von der Sonne angestrahlt), war ich dann schlagartig hellwach. Und kaum hatte ich mich aus dem Bett bewegt, kam auch schon der Paulehund angetapst mit einem Blick, der eindeutig sagte „Bei dem Wetter gehen wir ja wohl sofort in den Garten, oder?!“
Der Liebste muss sich ja immer noch schonen (und tut das auch, ich bin ganz begeistert, wie vernünftig er ist) und so zogen Paul und ich zu zweit die Treppe herunter und in den morgendlich beschienenen Garten.
Und da wartete dann folgendes:

ein Ball zum einmal holen und dann erstmal ausgiebig belecken...

ein Ball zum einmal holen und dann erstmal ausgiebig belecken…

... die immer gleiche Stelle zum wälzen und...

… die immer gleiche Stelle zum wälzen und…

...umgraben...

…umgraben…

... ein abgeliebtes Püppi zum ausgiebigen Benagen...

… ein abgeliebtes Püppi zum ausgiebigen Benagen…

... und Efeu zum beschnüffeln und erforschen.

… und Efeu zum beschnüffeln und erforschen.

Kann keiner behaupten, wir hätten keinen aufregenden, anstrengenden Morgen gehabt. In diesem Sinne einen schönen Start in die Woche, ihr Lieben!

Endlich alles erledigt!

Endlich alles erledigt!

Fellnasen

Natürlich kann man ohne Hund leben – es lohnt sich nur nicht.                                                              Heinz Rühmann

 

Diesen Satz kann ich erst unterschreiben, seit Paul in mein Leben getreten ist.

Tatsächlich war ich vorher skeptisch. Voll Respekt  Ängstlich, wenn der Hund eine gewisse Größe hatte. Klar, die sind schon süß und so, vor allem als Welpe. Die großen Augen, die riiiiesigen Pfoten, das Getapse… aber wie das Leben mit denen so ist – keine Ahnung, und eigentlich muss das auch nicht sein. Dachte ich.

Ich habe vier Jahre mit Katzen gelebt. Erst drei, dann zwei. Dieses Zusammenleben kam nicht durch mich, sondern den (damaligen) Herrn meines Herzens zustande, er brachte sie sozusagen mit in die Familie. Natty (von Nadja), Amy und Katy (Was?! Hab ich nicht ausgesucht!): eine grau getigerte, gezierte Dame, die durchaus auch kuscheln konnte (wenn sie wollte, und das war meistens nicht dann, wenn man selbst die Hand ausstreckte), eine wunderhübsche, Schwarze, die aber wegen ihres Stressverhaltens in der Gruppe zu einer sehr lieben Familie in Einzelhaltung kam, wo sie wie die Königin behandelt wurde, die sie bestimmt war, zu sein, und… Katy eben. Ich hätte es damals schon ahnen müssen, dass ich Hunde doch lieben konnte, denn sie war eindeutig im falschen Fellnasenkörper geboren. Ebenfalls rabenschwarz, mit leuchtenden gelben Augen und einem Bewegungsdrang und einer Power, die ihr kleiner, zierlicher, knappe 2 Kilo-Körper nie hätte vermuten lassen. Sie kam, wenn man sie rief. Sie rannte freudig maunzend zur Tür, wenn man nach Hause kam. Sie apportierte (!) große Katzenstreukrümel (!!) und zwar immer wieder und wieder (!!!). Und wenn man neben sich auf die Couch klopfte, lag sie blitzartig zusammengerollt im Schoß, schnurrend. Dass sie niemanden angeknurrt hat, den sie nicht mochte, hat mich ehrlich verwundert.

Es war schön mit ihnen, aber (wie eingangs erwähnt) gehörten sie nicht zu mir, und getrennte Menschenwege waren dann auch getrennte Sunny & Katzen – Wege.

Paul kannte ich damals schon. Der wiederum lebte nämlich bei meinem Liebsten, der zu der Zeit noch „ein Freund“ war. Wenn wir uns also ab und an sahen, war auch mal Paul dabei, und seine Größe gehörte zu denen, die mir ordentlich Respekt einflößten. Er war gut erzogen und lag immer brav unter dem Tisch (auch wenn der Kopf mal hochruckte, wenn ein anderer Hund vorbeikam), aber allzu nah wollte ich ihn dann doch nicht lassen. Aber als der Liebste Einzug in mein Herz hielt, zog Paul unwiderruflich mit ein.

Er liegt morgens am Bett, wenn ich aufwache, und falls er doch mal in seinem Körbchen im Wohnzimmer geschlafen hat, kommt er mir entgegen, sobald er meine Schritte im Flur hört. Wenn wir spazieren gehen, seine Neugier ihn ein paar Meter weggelockt hat und ich ihn dann rufe, kommt er mit fliegenden Ohren angerannt. Wenn er mal wieder voller Begeisterung in einen Tümpel/ Kanal/ das Meer/ eine Pfütze gesprungen ist und eher aussieht wie ein Erdschwein, wird er mit einem groooßen Handtuch abgerubbelt und schnauft dabei genießerisch. Wenn ich mal traurig bin, setzt er sich neben mich und legt mir seine Pfote (oder direkt seinen großen Kopf) in den Schoß. Jeden Tag stellt er Dinge an, die mich zum lachen bringen (dazu an anderer Stelle mit Sicherheit mal mehr). Und während ich jetzt tippe, liegt er auf meinem braunen Flauscheteppich, hinterlässt seine blonden Haare darauf, guckt mich ab und zu an und seufzt dann zufrieden, bevor er wieder die Augen schließt. Hach.

Es ist wahr, ich gebe es zu: ich mag nicht mehr ohne Hund leben. Denn es lohnt sich nicht.

Herbstspaziergang

Herbstspaziergang

im Gras schubbeln, herrlich

im Gras schubbeln, herrlich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nordseewind im Fell

Nordseewind im Fell, Ball im Maul

 

 

 

 

 

 

 

Dünengepose

Dünengepose

 

 

 

 

 

 

 

 

 

<3