Herbst in Duisburg

Ihr Lieben,

morgen ist schon der 1. Advent… und ich freue mich wie jedes Jahr sehr auf die Weihnachtszeit.
Aber wie schnell die Zeit verflogen ist! Es ist ja immer so, dass die Tage nur so vorbeiziehen, wenn besonders viel passiert, und dieses Jahr gab es zwar ne Menge Arbeit, aber auch schöne Urlaube und Kurztrips, geteilte Freude und ein besonders großes Ereignis… und da sitze ich nun mit einem Adventskranz auf dem Tisch und endlich meiner geliebten, kalten Luft draußen vor der Tür.
Das Jahr neigt sich bereits dem Ende zu, und ich hab manchmal das Gefühl, gar nicht mitgekommen zu sein. Dann hilft es aber, sich zurück zu lehnen und nochmal alles Revue passieren zu lassen. Sich zu erinnern an die vielen Groß-und Kleinigkeiten, und dann macht die vorbeigeraste Zeit plötzlich Sinn. Und ich kann mich freuen über alles, was schon geschehen ist und auf das, was noch kommt.

Bevor Weihnachten und damit auch der Winter aber endgültig Einzug hält, habe ich noch ein paar Herbstimpressionen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Gesammelt in meiner Heimat an einigen der wunderschönen Tage, die uns der Oktober und November beschert haben. Und da soll nochmal einer sagen, in Duisburg (oder im Pott ganz allgemein) isses nich schön!

Duisburg-Neumühl Grüner PfadDuisburg-Neumühl Theodor-Heuss-Str.
beide Bilder in Duisburg-Neumühl, oben „Grüner Pfad“, unten „Theodor-Heuss-Str.“

Duisburg-Bergheim, Essenberger Bruch

Duisburg-Bergheim, Essenberger Bruch

beide Bilder in Duisburg-Bergheim, Essenberger Bruch

Duisburg-Innenhafen, Blick auf den Stadtwerketurm, die Salvator-Kirche und Rathaus Duisburg-Innenhafen, Herbstrot Duisburg-Innenhafen, Promenade Duisburg-Innenhafen, Herbstorange

alle Bilder im Duisburger Innenhafen, in der Abendstimmung.

Hach, Herbst. Mach es gut, bis nächstes Jahr.

Und jetzt wünsche ich euch ein wunderbares 1. Advent-Wochenende!

Herzlichst, Sunny

11 Fragen, 11 Antworten – Sunny und der „Liebster-Award“

Ihr Lieben,

so oft hatte ich noch gar nicht das Vergnügen, für einen Blogaward nominiert zu sein (zwei Mal, um genau zu sein, hier und hier könnt ihr schauen, was ich zum Thema „7 Fakten über mich“ zu sagen hatte), aber nun ist wieder eine Nominierung ins Haus geflattert, und zwar von der lieben Frauke, deren Blog „Fräuleins wunderbare Welt“ einer ist, den ich sehr gerne lese und in dem ich viel stöbere, da Frauke sehr offen und ehrlich über ihr Leben, ihre Erkrankung und ihren süßen Hund Mina schreibt.
Hier sind also Fraukes 11 Fragen des „Liebster-Awards“, und die beantworte ich mit Freuden.

1.) Welche ist deine liebste Jahreszeit?
Herbst! Herbst, Herbst, Herbst!!! Und gerade in der letzten Zeit habe ich ihn sehr genossen, mit seinem Nebel am Morgen und der immer noch wärmenden Sonne am Tag und den wunderschönen, roten Sonnenuntergängen. Aber ich freue mich auch auf nassere, kältere Tage, die dann zum Einkuscheln auf der Couch, heißen Tee und einem guten Buch einladen. Hach.

Herbst in Duisburg2.) In welchem Monat bist du geboren und hat dich das irgendwie geprägt?
Im November 🙂 Und ja, ich glaube schon, dass mich das geprägt hat. Der November ist ein Monat, den viele nicht so mögen, weil er oft nass und kalt und noch (fast) ohne Weihnachtsglanz daher kommt. Aber ich habe mich immer auf ihn gefreut, weil ich mich auch (immer noch und hoffentlich für den Rest meines Lebens) sehr auf meinen Geburtstag freue. Ich sage immer, ich bin ein echtes Herbstkind.

3.) Wie zelebrierst du den Herbst?
Wenn die Sonne scheint, zieht es mich raus, mit Kamera und gerne mit Hund, am liebsten ans Wasser, einen See oder Fluss, oder in den Wald. Mit den Füßen im Herbstlaub rascheln, mich an den herrlichen Farben freuen und zwischendurch immer mal wieder stehen bleiben und die Nase in die Sonne halten. Wenn das Wetter eher grau und/oder nass ist, dann gerne wie oben beschrieben mit Tee, Couch und Buch oder Film. Ich backe dann auch gern und freue mich an dem Duft aus dem Ofen.

4.) Kerzen oder Glühbirnen?
Wenn es irgend geht, immer Kerzen! Zum lesen leider schwieriger, aber dann bevorzuge ich immer noch das Licht aus mehreren, schwächeren Glühbirnen mit warmen Licht als gnadenlos jede Ecke ausleuchtendes Flutlicht.

5.) Wo wohnst du und was gefällt dir an deiner Heimatstadt am besten?
Ich wohne in Duisburg und komme ursprünglich aus Oberhausen, bin also in direkter Nachbarschaft geblieben. Duisburg hat ja keinen besonders guten Ruf bei vielen Menschen, die ich kennenlerne, und ich weiß selbst, dass es durchaus eher uncharmante Ecken hat… aber mal ehrlich, welche größere Stadt hat keine? Ich habe Duisburg in den Jahren, die ich jetzt hier lebe, besser kennen und lieben gelernt, und mir gefällt am besten, dass es hier so viele Stellen gibt, die ruhig und grün sind und man trotzdem so schnell wieder in der Stadt und mitten im Geschehen ist.

6.) Welchen Park/Grünanlage/sonstiges draußen bei dir in der Nähe sollte ich mir unbedingt mal ansehen?
Ich wohne direkt um die Ecke vom Landschaftspark Nord, den muss man meiner Meinung nach gesehen haben, am besten abends bei voller Beleuchtung. Wirklich toll finde ich auch das Waldgebiet an der Wedau mit seinen Seen und die Regattabahn.

7.) Gibt es ein Lied über deine Stadt und wenn ja, welches?
Öh. Über Duisburg kenne ich keins, müsste ich nachgoogeln. Aber über Oberhausen gibt es eins von den Missfits, nämlich dieses hier:

8.) Wann fängst du mit der Weihnachtsdeko an?
Pünktlich zum ersten Advent. Vorher freue ich mich zwar auch schon an Lichtern und Co., aber bei mir zuhause zieht die Deko vier Wochenenden vor Weihnachten ein. Und ich achte auch darauf, sie nach Heilige Drei Könige wieder abzubauen. Irgendwie möchte ich, glaub ich, dass die Weihnachtszeit etwas Besonderes bleibt. Ich überlade die Wohnung auch nicht, sondern lege eher Wert auf einen präsenten Adventskranz und besonders schöne Kerzen oder Lichterketten im Fenster. Diese ganz bunten, blinkenden Dinger sind nichts für mich. Und ich freue mich auch jedes Jahr auf den Weihnachtsbaum. Ein paar Jahre lang hatte ich keinen und letztes Jahr endlich wieder, das war so schön.

9.) Ab wann isst du Weihnachtsgebäck?
Ebenfalls erst ab Advent. Klar gibt es das schon ab September im Supermarkt, aber da weigere ich mich. Weihnachtsgebäck gehört für mich eben erst in die Weihnachtszeit. Ich backe auch erst dann selbst Plätzchen. Dafür dann aber reichlich.

10.) Was ist dein liebster Weihnachtsfilm?
Oh, da gibt es so einige. Aber wenn ich den rauspicken müsste, den ich am längsten kenne und liebe und immer wieder rauskrame, wäre es „Während Du schliefst“. Denn kann ich zwar mitsprechen, aber er verliert seinen Zauber trotzdem nie.

11.) Stelle dir selbst eine Frage und beantworte sie.
Hast Du auch ein liebstes Weihnachtslied?
Ich mag die traditionellen Weihnachtslieder sehr gerne, allen voran „Oh Du Fröhliche“ und „Süßer die Glocken nie klingen“, aber auch modernere wie „Driving home for Christmas“ oder „Wintersong“. Mein wirklich allerliebstes Weihnachtslied habe ich allerdings erst vor zwei Jahren kennen gelernt, und das mit meinem Chor zu singen oder es von jemand anderem zu hören ist wirklich etwas ganz Besonderes: https://www.youtube.com/watch?v=obe3cAApvGM
Meine Gänsehaut/Pipi in den Augen-Stelle beginnt ab Min 2:50…

So. Und nun erfordert es die Tradition, dass ich weitere Blogger nominiere und mir 11 neue Fragen überlege. Ich nominiere

Steffie
Sabrina
Steffi

und würde von euch gerne wissen:

1) Welches Deiner bisherigen Lebensjahre dürfte sich gerne immer (oder zumindest eine zeitlang) wiederholen?
2) Welches Bild hast Du bei dem Stichwort „meine Kindheit“ als erstes vor Augen?
3) Bist Du gerne zur Schule gegangen und wenn ja, wieso bzw. wenn nein, wieso?
4) Wusstest Du schon früh, was Du später „werden“ möchtest oder hat sich das eher im Laufe der Zeit gezeigt?
5) Seit wann ist das Bloggen in Dein Leben getreten?
6) Welche Art von Blogs liest Du am liebsten?
7) Reist Du gerne und wenn ja, wohin?
8) Rucksacktour oder Hotel?
9) Bist Du ein Stadt- oder Landmensch?
10) Wo siehst Du Dich selbst in 5 Jahren?
11) Stelle Dir selbst eine Frage und beantworte sie.

Ich freue mich, wenn ihr mitmacht!
Herzlichst, Sunny

Berge sind wunderbar – aber mit Wasser sind sie perfekt! Österreich Juni 2015 Teil 2

Ihr Lieben,

nur knapp fünf Monate nach dem Urlaub kommt also nun der zweite Teil unserer Zeit in Österreich 🙂 aber was soll ich sagen, die Erlebnisse, Erinnerungen und Bilder sind jetzt immer noch genaus so schön.

Wie ich euch hier im ersten Teil erzählt habe, war die Begehung der Eishöhle anstrengend und eher nicht so prickelnd. Deswegen sollte der nächste Tag im Zeichen des Umherschlenderns und Schauen stehen, und so machten wir uns auf nach Salzburg.
Das war der einzige Tag unseres Urlaubs, an dem das Wetter mal so gar nicht mitspielen wollte, der Himmel hartnäckig bedeckt blieb und uns eher drückende Luft bescherte. Aber dafür gab es soviel zu sehen!

Am meisten beeindruckt hat mich das Domquatier (das ich ohne den Liebsten gar nicht besichtigt hätte, muss ich hier zugeben), wo aber auch an vielen Stellen diensteifrige Menschen herangewuselt kamen, um mir mitzuteilen, das fotografieren nicht so erwünscht sei. Deswegen gibt es nur wenige Bilder aus den Räumen und Ausstellungen, aber es lohnt sich!
Von der Innenstadt und den Gässchen haben wir leider nicht so viel gesehen, da die Straßen voller Baustellen und trotzdem vollgestopft mit Touristen waren. Da mochte ich mich nicht lange aufhalten. So richtig geruhsam war der Tag also nicht gewesen, aber dafür mit vielen tollen Eindrücken aus der Künstlerstadt.

Der nächste Tag schrie beim Liebsten und mir gleichermaßen „Ihr habt Urlaub, verdammt! Macht doch mal was langsamer!!“ Jo. Haben wir gemacht. Lange geschlafen, wie immer lecker auf der Hotelterrasse mit Blick auf den Zeller See gefrühstückt und erstmal Seele baumeln lassen. Heißt übersetzt, ich hab auf dem Balkon gelesen und der Liebste etwas fern gesehen. Bei herrlichem Wetter wollten wir aber trotzdem nicht den ganzen Tag im Hotel hocken bleiben und machten uns deswegen um die Mittagszeit herum auf, zu Fuß am Zeller Zee entlangzuwandern. Das wir einmal ganz rum kommen würden, erschien uns zugegebenermaßen eher unwahrscheinlich, aber immerhin knapp die Hälfte haben wir geschafft und sind in Thumersbach in ein sehr süßes Bistro direkt am Wasser eingekehrt. Ein paar Tierbabys durfte ich auch verzückt anquietschen. Da es kaum rauf und runter ging auf der Strecke, hab ich meine Füße erst so richtig gemerkt, als wir nachmittags wieder in Zell am See ankamen.

Abends haben wir einfach im Hotel einen kleinen Snack genommen, um der Gemütlichkeit des Tages die Krone aufzusetzen. War auch mal schön.

So erholt durfte der nächste Tag gerne wieder ereignisreicher werden, oh, und das wurde er auch! Zuerst ging es in noch eine Klamm, da uns der erste Ausflug in eine solche so gut gefallen hatte. Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun entstand vor 14.000 Jahren durch einen Gletscher und ist stellenweise 32 Meter tief. Das wollten wir uns näher anschauen und bei der Gelegenheit direkt auch um den oberhalb gelegenen Klammsee laufen. War das herrlich! Aber schaut selbst:

Da wir relativ früh aufgebrochen waren, kamen wir am frühen nachmittag wieder am Auto an, und ich sprach zum Liebsten: „Da waren vorhin Schilder zu den Hochgebirgsstauseen. Können wir da noch vorbei fahren?“ Klar konnten wir das, und unsere Annahme, dass man in einem nahen Parkhaus bleiben und dann einfach zu diesen Seen laufen können würde, wurde rasch zerschlagen, als wir an einem Busparkplatz ankamen und lasen, dass es Fahrten zu den Stauseen gab. Mit eben diesen Bussen, etwa jede halbe Stunde. Von der Zeit passte das hervorragend, und mein wasserliebendes Herzchen schlug sogleich höher.
Da gab es nur eine Sache zu bedenken. Lasst es mich so ausdrücken, der Liebste ist nicht soo versessen auf Busfahrten an Schluchten entlang, auf der schmalen Straßen. Ich im Grunde genommen auch nicht, aber ich kann mich mit tollen Aussichten prima ablenken. Der Liebste eher nicht so. Trotzdem sagte er: „Komm, wir machen das jetzt!“ und so saßen wir ein paar Minuten später im Bus (ich am Fenster, natürlich) und es ging los. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde, die Aussichten waren in der Tat grandios (außer in dem Teil, in dem es durch einen Tunnel im Berg ging. Immerhin etwa zehn Minuten. Da waren die Rollen dann vertauscht, der Liebste entspannte sich (wo kein Abgrund, da kein Runterfallen möglich) und ich wünschte mich arg verspannt ans Tageslicht zurück) und dann… die Hochgebirgsstauseen. Ich habe unzählige Fotos gemacht, aber irgendwie kann keines das Gefühl einfangen, da oben zu stehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie still es dort ist! Ich saß eine ganze Weile einfach am Rand des Mooserboden und habe nur geschaut und gelauscht. Obwohl wir wahrlich nicht die einzigen Besucher waren, haben sich die Menschen großzügig verteilt und die Ruhe war in großen Teilen wirklich genau das.

Wenn ich heute daran denke, kann ich das immer noch fühlen. Der Liebste eher nicht so.

Der letzte Tag, bevor es heim ging, war mit wechselhaftem Wetter angekündigt, und uns war nach etwas, das schöne Eindrücke hinterlassen, aber vielleicht nicht sooo anstrengend sein würde. Deswegen fiel die Entscheidung relativ schnell auf die Hochalpinstraße, die wir je nach Lust und Laune durchfahren konnten oder eben nicht.  Leider lief es auf „oder eben nicht“ heraus, aus drei Gründen: das Wetter wurde unfreundlicher, der Himmel zog sich zu, und auf ein Gewitter auf über 2000 m Höhe hatten wir irgendwie keine Lust, die Bremsen unseres kleinen Autos fingen an, stinkend zu protestieren, und ich hatte, nachdem ich den Urlaub doch so gut und tapfer überstanden hatte, doch eine kleine Panikattacke und mochte mich lieber wieder dem Tal annähern. Ein paar Fotos hab ich trotzdem gemacht, und ich würde die Strecke auch mit Sicherheit nochmal fahren, denn die verschiedenen Blickwinkel auf die Berge sind wirklich großartig. Das Verschwinden der Bäume, das häufige Auftauchen der Schneefelder, die vielen kleinen und größeren Wasserfälle, das ist echt sehenswert. Und für mich alten Schisser ist es besonders toll, dass alle naselang Parkplätze und auch recht häufig Raststätten aufgebaut sind. Die Preise sind natürlich auch hochalpin, aber für das panikgebeutelte Sunny-Herz zu verkraften. Wir sind am fast höchsten Punkt umgekehrt und haben es geschafft, unser röchelndes Auto heil nach unten zu bringen.
Und um dem Liebsten nochmal zum Abschluss so richtig Spaß zu gönnen, hab ich mich sogar auf eine Sommerrodelbahn gewagt… schööön langsam, natürlich.

Als es am nächsten Tag Richtung Heimat ging, hatte ich gemischte Gefühle. Wie der Titel schon sagt, Berge SIND wunderbar. Aber ich glaube nicht, dass ich auf Dauer zwischen ihnen leben könnte. Auf Besuch vorbei kommen, immer wieder gerne. Aber dann winke ich ihnen auch zum Abschied zu und bin nur ein bisschen wehmütig, weil ein schöner Urlaub zuende geht.
Die Rückfahrt von diesem Urlaub war trotzdem etwas ganz besonderes, denn außer ein wenig Wehmut und Freude auf zuhause hatte ich noch etwas im Bauch… eine Ahnung, dass wir nicht zu zweit, sondern zu dritt aus Österreich zurück kamen. Und das war ein mehr als gelungener Abschluss ❤

Wie ist das mit euch? Berge oder Meer? Oder beides, abwechselnd?

Herzlichst, Sunny