The Soundtrack of my Life – Part 1

Ihr Lieben,

dass Musik immer ein Thema für mich ist, wisst ihr bereits.
Und sowohl Nikes wunderbare Reihe „my favorite ten“ als auch der Abend mit einem lieben Mädel vor einiger Zeit, die mich auf das Folgende ansprach, waren ausschlaggebend für diese Reihe, die ich hier beginnen möchte:
Musik, die mich in unterschiedlichen Abschnitten meines Lebens begleitet hat, wichtig war, mein Motor, mein Rückzug, meine Freude.

The Soundtrack of my life

am Strand, 1984

am Strand, 1984

Als ich damit begonnen habe, die Lieder aufzuschreiben, die mir in den Sinn kamen, war mir schnell klar, dass dies eine Reihe werden würde, denn ich war bei meinem 14. Lebensjahr angekommen, als ich bereits die ersten zehn voll hatte.
Demnächst geht es also weiter. Hier aber zunächst der erste Teil.

1. Hold on

Warum kein Künstler, direkt bei meinem Einstiegssong, fragt ihr euch? Nicht zu Unrecht, aber der Grund ist folgender: ich weiß es nicht mehr! Ich weiß nicht mal mehr, ob es wirklich nur „Hold on“ oder etwas mit noch mehr Wörtern im Titel heißt. Ich habe dieses Lied auch nicht mehr, dabei war es mir 1993 so wichtig, dass ich es auf einer Kassettenseite mit 45 Minuten immer wieder nacheinander aufgenommen hatte, um nur dieses eine Lied zu hören. Vielleicht finde ich es ja mit eurer Hilfe wieder? Es kann in den 90ern oder früher erschienen sein, wird von einer Frau gesungen, beginnt mit einer akustischen Gitarre und die einzige Zeile, an die ich mich zu erinnern glaube, denn mein Englisch war mit elf noch nicht sehr fortgeschritten, geht so und ist der Anfang des Refrains: „You’ve got to hold on to your heart, my friend…!“ Kennt es jemand? Ich habe es weder über google, noch youtube finden können, deswegen glaube ich, dass es nicht soooo bekannt ist. Hach. Hilfe!

2. The name of the game – ABBA

Mit diesem Lied im Ohr bin ich mit meinen Eltern mit knapp elf in den Urlaub nach Holland gefahren. Ja genau, nach Egmond. Ich saß hinten mit Walkman und Kopfkissen, hab aus dem Fenster geguckt und hatte dieses Lied im Ohr. Wenn beim zweiten Refrain die Gitarren wieder einsetzen, stellt sich zuverlässig meine Gänsehaut ein. Und nein, es gibt kein anderes Lied von ABBA, das ich toller finde. So.

in Holland, 1992

in Holland, 1992

3. Total eclipse of the heart – Bonnie Tyler

Das war nicht nur der Soundtrack meines Lebens mit knapp zwölf, sondern auch der Titelsong zu einem Buch, das ich schreiben wollte. Über das Leben einer Comicfigur, die ich damals toll fand. Ok, finde. Denn heute gibt es ihn auch als Realverfilmung. Und das mit dem Buch über sein Leben hat sich erledigt, da es jetzt genug Filme gibt, die sich damit beschäftigen. Hätte ich das Buch mal zu Ende geschrieben und veröffentlicht.

4. Gone too soon – Michael Jackson

Uuund noch ein Soundtrack zu einer Geschichte, die ich geschrieben habe, diesmal auch mit Ende. Eine Kurzgeschichte über ein Mädchen, das nach einem Bootsunglück auf einer einsamen Insel in einem erloschenen Vulkan ein Volk von geflügelten, sprechenden Pferden findet. Jaja. Ich war zwölf!

5. Fade to Black – Metallica

Mit dreizehn holte mich der große Weltschmerz fern von geflügelten Pferden so langsam ein. Ein Freund nahm mir ein Tape auf mit Musik, von der er meinte, dass ich sie kennen sollte. Und darunter befand sich auch dieser Song. Was habe ich dazu vor mich hin brütend während der Busfahrt zur Schule aus dem Fenster gestarrt. Hachja.

6. Ordinary World – Duran Duran

Was soll ich sagen? Entdeckt auf einer Kuschelrock, geliebt bis heute. Dieses Lied hat unzählige Erinnerungen gesammelt, aber eine der ersten ist, dass ich auf meinem Teppich im Dachzimmer liege und aus dem Fenster gucke. Ich bin ein Fenstergucker, offensichtlich.

auf der Kirmes, 1994

auf der Kirmes, 1994

7. Black hole Sun – Soundgarden

Im Sommer 1994, bevor ich dreizehn wurde, liefen zwei Lieder in Endlosschleife auf MTV, dem einzigen Sender, den ich in unserer Ferienwohnung in Egmond für beachtenswert hielt, wenn ich nicht holländische Schlümpfe gucken wollte. Eins davon war dieses. Ich war entsetzt über das Video und konnte doch nicht weggucken. Wenn das Lied heute irgendwo läuft, drehe ich voll auf. Es ist Egmond, es ist Sommer, es ist mein pubertierendes, verunsichertes ich. Genau wie…

8. Inside – Stiltsken

…dieser Song. Bekannt aus der Levis-Werbung (eine Hose, die man damals einfach tragen musste. Kein kleines rotes Schild dran, Jeans nix wert. So einfach war das.) und von mir ebenfalls bis heute geliebt.

9. If I never knew you – John Secada & Shanice

Zurück zur Romantik. Kurz nach meinem 14. Geburtstag kam 1995 ein neuer Disneyfilm ins Kino, „Pocahontas“. Ich war, bin und bleibe bekennender Disney-Trickfilm-Fan, und auch wenn ich die neueren durchaus gerne gucke, sind doch die Älteren, angefangen in den späten 80ern von „Arielle, die Meerjungfrau“ über den „König der Löwen“ (tiefe 90er) bis „Fantasia 2000“ meine Liebsten. Das oben genannte Lied lief im Abspann, mir direkt ins Ohr und ins Herz und ist dort geblieben bis heute.

10. Losing my Religion – REM

Auch wenn es einige Jahre zuvor bereits veröffentlicht war, dauerte es bis Anfang 1996, dass dieses Lied den Weg in mein Leben fand. Mehr als im Hintergrund zufällig gespielt zu werden, meine ich. Es war die Zeit, in der ich den Konfirmandenunterricht besuchte, kurz bevor es dann im Mai ’96 soweit war. Der Song begegnete mir bei der im Unterricht gestellten Frage „Was bedeutet Religion eigentlich für mich?“ (dass es in dem Lied nicht im eigentlichen Sinne um Religion geht, erschloss sich mir erst später, hat der Liebe aber keinen Abbruch getan) und blieb dann bei mir. Zusammen mit vielen anderen Liedern von REM, aber das würde den Rahmen sprengen.

So. Dieses war der erste Streich, und der zweite folgt… nicht sogleich, aber bald. Dann geht die Reise mit mir und der Musik weiter. Bis dahin haltet die Ohren weit offen, der Soundtrack des Lebens findet jeden Tag statt!

Herzlichst, Sunny

 

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Frühling in den Bergen – Lindau am Bodensee März 2014

Ihr Lieben,

im Moment ist es (nicht nur) reisemäßig noch etwas still bei mir, auch wenn die ersten größeren Trips des Jahres bald anstehen – und in Worms und Emmerich am Rhein war ich ja sogar schon. Aber dafür ist es fast genau ein Jahr her, dass der Liebste und ich uns von Renovierung und Umzug zu erholen wünschten und deswegen für ein (gefühlt viiiel zu kurzes Wochenende) in Lindau am Bodensee einkehrten – und dorthin möchte ich euch jetzt auch mit Worten und Bildern entführen.

Als wollte es zusätzlich zu unserer Erholung beitragen, zeigte sich das Wetter von seiner allerschönsten Frühlingsseite. Nachdem wir die erste Nacht in unserem Hotel Lindenallee genächtigt hatten und uns ein köstliches Frühstück kredenzt worden war, liefen wir mit der Nase in der Sonne los. Ziemlich genau drei Kilometer Fußweg bis auf die Insel mit der Altstadt hatten wir vor uns, und die boten uns bereits ein paar herrliche Ausblicke:

Auf der Insel angekommen (und nach der Feststellung, dass wir ja ganz bequem mit dem Zug aus dem Pott hätten anreisen können, da eine Bahnstrecke bis auf die Altstadtinsel führt) bummelten wir durch die Altstadt, die mit Kopfsteinpflaster und alten Häuschen sehr zu entzücken wusste. Außerdem betrat ich diesen herrlichen Buchladen (ach was?!), in dem ich Stun-den hätte verbringen können, allein um die allesamt handgeschriebenen Buchempfehlungen zu lesen. Die Beratung war hervorragend, und es lief im Hintergrund so schöne Musik, dass ich die passende CD auch direkt mitnehmen musste.
Natürlich durften wir uns auch den Hafen nicht entgehen lassen, wo wir sogar ein paar Stühle in der Kaffeebar 37° in der Sonne ergattern konnten (und glaubt mir, es war so gut besucht, dass es reines Glück war. Ein Paar stand in der Sekunde auf, als wir uns vorsichtig näherten, und nur ein Hechtsprung auf den freien Stuhl konnte den Tisch für uns sichern) und es uns so richtig bei selbstgebackenem Kuchen gutgehen ließen.

Bevor wir am nächsten Tag schon wieder die Rückreise antreten mussten, beschlossen wir, „mal eben“ nach Österreich rüber zu fahren und den Berg Pfänder zu besteigen… ja, ok, größenteils zu befahren und den Rest zu laufen. Nach dem Frühling unten am See begrüßte ich den Schnee dort oben etwas ungläubig, aber durchaus freudig, und da das Wetter sich vermutlich gedacht hatte, dass wir bei trüben Nebel ja gar nix würden sehen können, löste sich die vorher dichte Suppe auf und offerierte uns Folgendes:

Hach! Ich hab es ja schonmal erwähnt, auch wenn ich das Meer abgöttisch liebe, sind die Berge ebenfalls nicht ohne… und in Kombination mit einem See bin ich dann vollkommen glücklich.
Auf dem Rückweg zum Auto (und somit dann auch dem Rückweg in den Pott) fand ich einen letzten Frühlingsgruß:

Frühling auf dem PfänderIch kann es kaum erwarten, wieder unterwegs zu sein! Und natürlich nehme ich euch dann wieder mit, wenn ihr wollt.

Herzlichst, Sunny