reinverliebt: Die Krümelküche in Duisburg

Ihr Lieben,

ich habe hier noch nie detailiert darüber gesprochen, deswegen kommt jetzt ein neuer Fakt über mich: ich lebe weder vegetarisch, noch vegan. Ich esse wenig Fleisch, mehr Fisch und für mein Leben gern Milchprodukte und Ei. Ich finde militante Menschen, sowohl auf der Pro- als auch Kontra-Fleisch-Seite schwierig und bin eigentlich froh, wenn jeder jeden so sein lässt, wie er möchte. Soviel dazu.

Dass ich gestern mit Jasmin in das erste vegane Café Duisburgs, die Krümelküche, eingekehrt bin, hatte also nichts mit meiner Ernährung, sondern viel mehr etwas mit meiner Neugier zu tun. Denn ich folge schon länger dem Blog von Katrin „Laufmädchen – auf anderen Wegen“ und sie schrieb hier über die Krümelküche. Was ich las und sah, ließ mich augenblicklich „Jasmin!“ denken, denn wie ihr bereits wisst, sind wir zwei gerne mal in den hübschen Cafés dieser Welt unterwegs, um zu schreiben, zu naschen und stundenlang zu quatschen.
Also packte ich Jasmin ein und wir fuhren in erfreulich kurzer Zeit zur Johanniterstr. 28, ziemlich genau zwischen Dellviertel und Hochfeld. Da guckten wir dann erstmal, denn das ist eine reine Wohngegend. Parken war etwas schwierig, aber schließlich entdeckten wir das Schild:

Krümelküche EIngangGeht doch! Also traten wir erwartungsvoll ein… und was soll ich sagen? Zuallererst einmal war ich geflasht von der liebevollen Einrichtung. Alles irgendwie vintage, alles irgendwie bunt durcheinander gewürfelt, aber trotzdem so sehr zueinander passend. Und: obwohl die Krümelküche bei unserem Eintreten gerade erst eine gute Stunde geöffnet hatte, war sie so voll besetzt, dass wir nur die Wahl zwischen den zwei kleinsten Tischen hatten. Hinter der Theke waren verschiedene Köstlichkeiten in Naschform dargeboten und nach einigem Hin und Her entschieden wir uns, zwei Dinge zu bestellen und dann zu teilen. So sah das aus:

Apfeltorte und Cupcake Es war eine schwedische Apfeltorte und ein Granatapfel-Rosen-Cupcake. Und sie waren himm-lisch. Die Creme fluffig, der Teig griffig, alles frisch, alles süß genug, aber nicht zu süß… ein Gedicht! Den Cappuccino habe ich mit Reismilch bestellt, und natürlich war das erstmal ungewohnt, weil Reismilch eben in der Konsistenz dünner ist als Kuhmilch, aaaber: der Kaffee, den die Besitzer Sarah und Dennis aus einer Duisburger Rösterei beziehen, war so unbitter und so lecker, dass ich den Zucker einfach weggelassen habe, um den Kaffeegeschmack nicht zu verfälschen.

Insgesamt haben wir etwas über zwei Stunden in der Krümelküche verbracht, und in dieser Zeit waren fast alle Tische durchgehend besetzt. Die Burger wurden ebenso an unserem Tisch vorbeigetragen wie auch ein Nudelgericht und es stand schnell für uns fest, dass wir für ein „richtiges“ Essen auch mal wiederkommen wollen. Ich könnte noch endlos ausführlichst weitermachen (Personal supernett, Preise sowas von in Ordnung, ein kleiner Ladenbereich am Eingang mit entzückendem Krimskrams und veganen Lebensmitteln, eine Bücher – und Spieleecke, die tollste Trinkgeldkasse, die ich je gesehen habe…), aber ich gebe euch einfach noch eine Bilderflut:

Jasmin und ich waren uns absolut einig: hier waren wir nicht zum letzten Mal! Man spürt, sieht und schmeckt die Liebe zum Detail überall, und für mich als eigentlich Nicht-Veganer haben die beiden Naschereien in keinster Weise komisch oder gar schlechter geschmeckt als die Sachen, die ich sonst so esse. Im Gegenteil: manches (Einheitsbrei-) Café kann sich meiner Meinung nach ne dicke Scheibe abschneiden, geschmacklich und atmosphärisch.

Ach so: das ist KEIN gesponsorter Post! Das ist Begeisterung pur! So.

Herzlichst, Sunny

The road not taken – Robert Frost

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I–
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference. ❤

the one less traveled by(wenn jemand eine (meiner Meinung nach gelungene) Übersetzung lesen mag, klicke hier: Der Weg, den ich nicht ging )

my favorite ten… – zu Gast bei Nike

Ihr Lieben,

kennt ihr den wunderbaren Blog „nikesherztanzt„? Dort gibt es MusikMusikMusik, tolle Fotos, leckere Rezepte und vor allem ganz viel Herz.

Nike gehört wie ich zu den Blogowskis, und weil Musik ihr Herz zum tanzen bringt, stellt sie unter anderem in ihrem Blog Top-Ten-Listen vor, die jedes Thema haben können: von „GetUp“ über „DriveDarlingDrive“ bis hin zu „RunGirlRun“.
Egal ob fröhlich, nachdenklich, laut, leise, Musik ist ja auch ein ganz wichtiges Puzzleteilchen für mich. Und als Nike mich dann gefragt hat, ob ich bei ihren „my favorite ten“ mitmachen möchte, musste ich echt nicht lange überlegen!

https://nikesherztanzt.wordpress.com/2015/02/16/sunnys-favorite-ten-take-a-bath/

Vielen Dank, liebe Nike, dass ich bei Dir zu Gast sein darf!
Und ihr, schaut doch mal vorbei, vielleicht mögt ihr genau wie ich diesen Herzensblog ❤

Und weil ich es ja auch immer liebe, Musik die mir wichtig ist zu teilen, hab ich hier eins der Lieder von der Liste verlinkt, das relativ neu dazu gekommen ist und das ich im Moment ständig höre:

Herzlichst, Sunny

 

 

Urlaub zuhause – Auszeit am Rhein in Emmerich

Ihr Lieben,

hier und hier war ich ja schon unterwegs an meinem Freund, dem Rhein, und auch dieses Mal zog es mich an sein bereits seit so langer Zeit dahinziehendes Wasser…nach Emmerich, an die deutsch-holländische Grenze, eine knappe Stunde Fahrt von Duisburg aus.

Rheinpromenade Emmerich am RheinManchmal vergesse ich, dass Flüsse, so wie das Meer, mit die ältesten Zeugen der Zeit überhaupt sind. Ich lese gerade ein Buch, das im deutschen Früh-Mittelalter spielt (Rezension könnte durchaus folgen), und auch dort spielt der Rhein eine Rolle. Vielleicht ist mir das Alter dieser Gewässer nicht immer so bewusst, weil sie sich immer verändern.
Emmerich jedenfalls hat einen durchaus interessanten (und seeehr ausführlichen) Wiki-Artikel, zu dem ihr hier gelangt, falls ihr Geschichte mögt. Falls nicht, und ihr lieber direkt weiterlest, folgen jetzt zunächst noch einige Bilder von Eindrücken, mit denen Emmerich mich empfing, als ich ganz am Rand der Promenade an der St.Martini-Kirche geparkt hatte:

Ich bewegte mich quasi im Schneckentempo weiter, weil ich ein schönes Motiv nach dem anderen entdeckte. Aber da ich zum richtig orange-roten Sonnenuntergang wieder am Wasser sein wollte und es allmählich immer dunkler wurde, beschloss ich, noch durch die Stadt zu streifen. Aber was soll ich sagen? Da gab es nichts groß zu streifen. Ich fand eine Einkaufsstraße, wie jede Durchschnittsstadt sie zu bieten hat und hielt vergebens Ausschau nach einer verwinkelten, gemütlichen Altstadt. Hätte ich mal vorher schon in den Wiki-Artikel geschaut, in dem nachzulesen ist, dass Emmerich während des 2. Weltkriegs zu 91% zerstört wurde…. Als ich das erfahren habe, wurde mein Unmut augenblicklich von einem Schaudern abgelöst.
An diesem Abend jedenfalls fanden meine Füße sehr schnell wieder den Weg zurück zur Promenade, denn da wurde das Licht immer hinreißender, und die Zahl der Fotomotive nicht geringer:

Ja, ich gebe zu, mir war saukalt und ich konnte mein Auto bereits sehen, dessen Heizung mich bisher noch nie im Stich gelassen hat, aber ich hatte bereits beim Ankommen große Freundschaft mit der Skulptur „Fährmann“ von Dieter von Levetzow geschlossen und ich wollte mich von Emmerich mit einem besonderen Bild verabschieden. Nach einigem Herumprobieren, wie ich diesem wunderbaren Abendlicht gerecht werden könnte, kam schließlich folgender Anblick heraus, mit dem ich euch aus Emmerich entlassen möchte…

der Fährmann auf dem Weg zur SonneFazit: Das Flair einer „alten Stadt am Niederrhein“ kommt nicht so wirklich auf. Aber Emmerich hat eine wunderschöne Promenade zu bieten, mit zahlreichen Restaurants und Kaffees. Bei schönem Wetter ist das ein herrlicher Ort zum Flanieren und Verweilen. Außerdem ist die St. Martini-Kirche wirklich ein großartiger Anblick… besonders im Abendlicht.

Köstliches Essen und die Zwei-Burgen-Stadt: Worms und Weinheim

Ihr Lieben,

wo genau liegt Worms eigentlich?
Das hab ich mich gefragt, als Jasmin und ich 2012 das erste Mal dort vorbeigefahren sind, für einen Zwischenstop bei Verwandten auf unserer Tour in die Schweiz. Die Antwort: zwischen Frankfurt und Mannheim, auf „der anderen Rheinseite“, im schönen Rheinland-Pfalz. Dort war ich letztes Wochenende mit Thomas, Jasmin und dem Liebsten. Und es war wirklich schön, aber (shame on me) ich habe keine Bilder aus Worms. Dafür aus der Nähe, aber davon später mehr.
Wenn ich euch schon keine Bilderflut aus der „ältesten Stadt am Rhein“ bieten kann, dann zumindest zwei Tipps zum Einkehren:

Zum einen waren wir Mittag- UND Abendessen (weil es einfach so verflixt lecker war) im „Kolb’s Biergarten“, selbstverständlich nicht draußen bei zwei Grad Celsius, sondern drinnen im gemütlichen Gastraum, und haben schon überlegt, wie wir es anstellen können, da wenigstens einmal im Monat essen zu gehen. Unsere Bestellungen, die teilweise ordentlich von der eigentlichen Karte abwichen, wurden völlig unkompliziert und fröhlich angenommen (und auch umgesetzt!), die Wartezeit war trotz vollbesetzter Bude erfreulich kurz und das Essen selbst, wie gesagt, ein Gedicht.
Und zum anderen waren wir zum Frühstück in den „Domterassen“ … und ich kann mich nicht erinnern, jemals irgendwo für rund zehn Euro so herrschaftlich gefrühstückt zu haben. Jasmin und ich und unsere Männer hatten je das Gleiche, und als das erste Gedeck stand, waren wir uns einig, dass der Teller für beide sei, oder…? Nö, da kam dann für jeden nochmal dieselbe Portion. Alles frisch, mit Beilagen und Heißgetränken inklusive, in einer gemütlichen und freundlichen Atmosphäre… Auch da müssten wir eigentlich öfter frühstücken, waren wir uns einig.

Von wo ich allerdings dann doch Fotos mitgebracht habe, verrate ich euch jetzt: aus Weinheim. Das ist ganz in der Nähe von Worms (und trotzdem schon in Baden-Würtemberg), und lockte uns am Samstag mit zwei Burgen. Das ist zum einen die Burgruine Windeck und die Wachenburg. Erstere fuhren wir zuerst an, und sie zeigte sich durchaus gewillt, urig-mittelalterlich-romantisch daherzukommen…

Die Wachenburg kam weniger urig, dafür aber etwas gewaltiger daher.

Da es an diesem Samstag eher kalt und ungemütlich war, hielten wir uns nicht sooo lange bei den Burgen auf, sondern kehrten zuerst in eine Kaffee-Lounge in einer Galerie ein (fast schon neumodisch-kühl nach den trutzigen Burgen), um uns aufzuwärmen, und bummelten dann noch ein wenig durch die Altstadt von Weinheim. Auch hiervon noch einige Eindrücke für euch:

Auch Weinheim lohnt sich als Besuchsziel, sowohl die Burgen als auch die verwinkelte Altstadt. Nur frisch und nieselig muss es dafür nicht unbedingt sein.

Dafür lohnt es sich immer, mit lieben Menschen unterwegs zu sein, schlechtes Wetter hin oder her. Wir haben viel gespielt, geredet, gelacht  und genossen. Und nebenbei eine Reisegesellschaft gegründet. Wer weiß, wo es uns als nächstes hinverschlägt…? Dann werde ich wieder berichten.

Herzlichst, Sunny

Urlaub zuhause – ein Schneespaziergang im Uhlenhorst

Ich hab es, glaube ich, schonmal erwähnt: ich liebe den Herbst, und ich liebe den Winter.

hier geht es langKlar hat jede Jahreszeit ihre Vorzüge, aber diese beiden sind einfach „meine“ Zeit. Dann erfülle ich mit Freuden jedes Klischee: Kerzen anzünden und Gedanken schweifen lassen, Tee trinken (auf der Couch mit einem guten Buch und Kuscheldecke) Kuchen und/oder Plätzchen backen… und eben auch spazieren gehen, warm eingepack. Mit Schuhen, die dankenswerter Weise Nässe und Kälte komplett abhalten und noch dazu sehr bequem sind, einer Jacke mit Kapuze, die ich aber ungern aufsetze, weil sie die Geräusche so dämmt, mit einem der geliebten Schals aus meiner umfangreichen Kollektion um den Hals und ner Mütze über den Ohren (hält warm und macht die Kapuze meistens überflüsssig).
Das Wetter im Moment ist genau das, welches ich dabei am liebsten habe: knackig kalt und ab und an sogar etwas Schnee dazu. Ich finde immer die Atmospähre bei Schnee ganz besonders schön. Als habe sich die Welt unter einer weißen Decke zum schlafen gelegt, alles ist stiller als sonst und auch heller.
Und da trifft es sich ganz besonders gut, dass der Paulehund auch Schnee seeehr gerne mag, denn dann packe ich ihn einfach in mein kleines Auto und wir fahren irgendwo hin, wo es sich schön spazieren lässt – wie eben zum Beispiel im Uhlenhorst in Mülheim an der Ruhr.
Dieser Waldabschnitt liegt zwischen Duisburg und Mülheim, teilweise zwar an der A3, aber eben auch sehr großzügig drumherum. Er grenzt an den Duisburger Kaiserberg  und wartet mit einigen beeindruckenden Villen und der Residenz Uhlenhorst auf, die nicht nur sehr hübsch anzusehen ist, man kann dort wunderbar wohnen oder Hochzeit feiern (sagen die Homepage und einige schöne Fotos, ich selbst hatte nicht das Vergnügen).
Paul und ich waren aber fernab von Villen oder Residenzen mitten im Wald, und von dort habe ich euch ein paar Eindrücke mitgebracht.

Es geht dort an manchen Stellen rauf und runter, und es gibt sowohl gut ausgebaute Wege als auch reine „über Stock und Stein“-Pfade. Und obwohl die Spazierstrecken dort recht bekannt sind, ist es nie völlig überfüllt, weil der Wald ziemlich weitläufig ist. Wenn ihr selbst Lust habt, den Uhlenhorst zu erkunden, am Jagdhaus Tannenhof und am Rundweg kann man gut parken. Paul und ich sind regelmäßig da, vielleicht sehen wir uns ja.

PaulehundHerzlichst, Sunny

Reiselust

Ihr Lieben,

dieses Wochenende war ich das erste Mal in diesem Jahr länger unterwegs.
Und zwar mit Thomas und Jasmin und dem Liebsten in Worms. Da hat Jasmin Verwandte und wir vier fanden es eine gute Idee, zusammen los zu ziehen. Es war dann auch ein wunderschönes Wochenende, von dem ich euch die Tage ausführlicher berichten werde.
Jetzt aber brennt mir etwas anderes im Herzen. Meine Reiselust ist auf’s Unbändigste entfacht worden, weil Tante und Onkel von Jasmin, die wir am Samstag Abend getroffen haben, selbst richtige Weltenbummler sind. Und sie haben unter anderem von meinem Sehnsuchtsland Kanada geschwärmt und erzählt und mich mit Worten so entführt, dass ich kurz gedacht habe, ich sei schon dort gewesen. Bin ich aber nicht, und jetzt wünsche ich es mir noch mehr als vorher.
Damit ich aber jetzt nicht in Missvergnügen bade darüber, wo ich noch nicht war, dachte ich an eine kleine Bildergalerie mit den Lieblingsplätzen von da, wo ich bisher gewesen bin. Für euch als kleine Fotoreise, und für mich als Erinnerung, dass es zwar noch vieles zu entdecken gibt, ich aber auch schon so einiges schönes gesehen habe. Seid herzlich eingeladen!

To be continued… 😀

Sunny in Teneriffa 2013

Sunny auf Teneriffa 2013

Herzlichst, Sunny