Urlaub zuhause – Detailverliebt in Kaiserswerth

Nach längerer Zeit ein freier Vormittag mit Sonnenschein – das ruft doch nach einem Ausflug!

Der Liebste führte mich auf die Spur nach Kaiserswerth, denn er war früher zu Fahrradausflügen dort gewesen und meinte, dass es mir sicher gefallen würde. Außerdem liegt auch Kaiserswerth an meinem guten Freund, dem Rhein, wenn auch nicht Richtung Niederrhein, sondern Richtung Rheinland. Auch durch diesen Ort führt die B8, auf ihrem Weg von Duisburg nach Düsseldorf. Also warf ich mich in mein kleines Auto und brauste bei schönstem Sonnenschein los.
Auf dem (kostenfreien!) Parkplatz einen Katzensprung vom Marktplatz entfernt hielt ich nach knapp 30 Minuten Fahrt und verbrachte bereits den Weg in Richtung Rhein nur mit der Kamera vor’m Gesicht…

Kleine Gässchen, alte Häuser, manchmal gepaart mit moderner Architektur und überall kleine Infotafeln erblickte mein verzücktes Auge, an denen der interessierte Besucher sich Input holen konnte über das jeweilige Gebäude oder die Sehenswürdigkeit.
Der Weg vom Parkplatz bis zum Rhein ist in Kilometern angezeigt wirklich nicht weit, aber durch meinen Motivhunger dauerte es dann doch über eine halbe Stunde, bis ich ankam, um diesen Ausblick zu genießen:

Ausblick linksUnd diesen:

Ausblick rechtsHach.
Eine fast von Pflanzen verborgene Steintreppe führte bis zum Wasser herab. Klar, dass ich da nicht widerstehen konnte…

Die Luft am Wasser war frisch, weil ich eine Stelle erwischt hatte, zu der die Morgensonne noch nicht durchgedrungen war. Trotzdem blieb ich erstmal ne Weile stehen und ließ mir den Wind um die Nase wehen.
Aber es gab noch viel mehr zu entdecken! Also machte ich mich wieder auf den Weg, und die folgende Galerie soll noch einen kleinen Überblick über die vielen Hübschigkeiten bieten, die mir Kaiserswerth so bot.

Eine besondere Hübschigkeit allerdings möchte ich euch noch näher vorstellen.
Ich ging so meines Weges am Marktplatz entlang, da verführte mich das Schild „Buchhandlung Lesezeit“ zu einem näheren Blick. (Überraschung, ich und Buchläden? Ja richtig, große Liebe ❤ ) Ich betrat das Lädchen und war erstmal völlig baff von der wunderschön detailverliebten Gestaltung. Man beachte bitte die Füße des Tisches und den großartigen Sessel:

Buchhandlung Lesezeit IAuch der hintere Teil des Ladens war so einladend, hell und liebevoll hergerichtet:

Buchhandlung Lesezeit IIIch wurde hervorragend beraten und konnte natürlich nicht anders, als zwei neue Bücher für meine Sammlung zu erstehen (und ihr werdet erfahren, wie sie mir gefallen haben 🙂 )
Leider sagte dann der Blick auf die böse Uhr, dass ich mich wieder auf den Weg machen musste, denn jeder freie Vormittag geht mal zuende… hier noch ein Blick zurück:

Buchhandlung Lesezeit IIIFazit: Kaiserswerth ist viel zu schön für nur einen Vormittag, und ich werde mit Sicherheit wiederkommen, dann vermutlich auch mit Liebstem und dem Paulehund, denn es gibt herrliche Wege direkt am Wasser entlang, wo der geneigte Spaziergänger und Hundebesitzer erstmal der Frischluft frönen kann, und reichlich kleine Cafés zum anschließenden Einkehren.

Ich bin schon wieder auf der Suche nach einem Ort zum Thema Urlaub zuhause. Denn der nächste freie (Vormit)Tag kommt bestimmt. Empfehlungen werden gerne angenommen!

Herzlichst, Sunny

Sonne im Herzen!

SturmNee, nee… der Wetterrückblick zeigt mit den gemessenen Temperaturen im Durchschnitt, dass es gar kein mieser Sommer war. Kann schon sein. Aber wenn ich jetzt so aus dem Fenster schaue, fällt es doch etwas schwer, mich daran zu erinnern. Es ist Ende August, und ich hab selbstgestrickte Wollsocken an! Aber vielleicht erwartet uns ja ein goldener Herbst… würde mich sehr freuen, und ich kenn da noch so einige, ne Juli? 😀  #halloherbst Bestimmt auch 2014 wieder, und ich mach mit!

Aber bis es dann offiziell Herbst ist, mag ich den ollen Napoleon, der mal gesagt haben soll „Die Deutschen haben sechs Monate Winter und sechs Monate keinen Sommer“ mit ein paar Gegenbeweisfotos aus den letzten Monaten widerlegen. Und euch wünsche ich viel Sonne im Herzen!

Herzlichst, Sunny

Sommertanz

Sommertanz  🙂

Duisburger Innenhafen – mit Blick nach oben

Garten der Erinnerung IManchmal ist es ja so: man nimmt sich ich nehme mir ganz viel vor, Tolles und Schönes, wenn ich mal wieder so richtig Zeit habe, um…
Und dann kommt das dazwischen, was sich Leben nennt.

Die vergangene Woche hieß das für mich: die Arbeit. Denn es ist gerade „Kampfzeit“ bei uns im Betrieb, und da hieß es, Überstunden machen. Das hat mich ziemlich in Anspruch genommen und mir kaum Zeit gelassen, mich um meine sonstigen Puzzleteilchen zu kümmern. Dann kam das sehnsüchtig erwartete Wochenende… und liegen gebliebener Haushalt und ein neuer Fibro-Schub, vermutlich „dank“ der Anstregung unter der Woche.
Und nun sitze ich hier und möchte gern etwas Schönes mit euch teilen, für meinen Sonntag und für euren. Und deswegen habe ich eine kleine Fotoserie zusammengestellt von einem Nachmittag ganz ähnlich dem heute, als ich meine kleine Kamera geschnappt und einen Rundgang gemacht habe, durch den Duisburger Innenhafen, und den Blick nach oben gerichtet hielt.

Viel Spaß bei dem kleinen Rundgang und einen schönen Restsonntag wünsche ich euch!

Herzlichst, Sunny

alter Kran

Ludwigsturm II

Ludwigsturm II

Ein Winter-Märchen (im Sommer…)

(…der gerade irgendwie kein richtiger mehr sein mag)

Versteht mich nicht falsch, wegen mir muss noch nicht Winter sein. Erstens ist mir noch gar nicht nach Kälte und zweitens würde das ja heißen, dass ich meinen geliebten Herbst verpasse! Und das will ich nun wirklich nicht.
Ich möchte euch heute deswegen ein Märchen vorstellen, das ich geschrieben habe, weil ich wiedermal Reise-Fotos geguckt habe und dieses hier mich (auch) daran erinnert hat, dass es das Winter-Märchen auf meiner Festplatte gibt:

WinterDeswegen vergebt mir die Winterstimmung und genießt einfach die Geschichte, wenn ihr mögt.

Herzlichst, Sunny

 

Schlittschuhe

Lucy tappte gähnend an das von Mondlicht erhellte Fenster.
Sie verbrachte gerne das Wochenende bei ihren Großeltern auf dem Land, der alte Hof, umgeben von Wiesen und Feldern und ein Stück weiter der dichte Wald, hatte etwas verwunschenes, aber in der Stille weckten sie die ungewohnten Geräusche. In der großen Stadt, wo sie mit ihren Eltern wohnte, fuhren nachts Autos auf der Straße vor ihrem Fenster, aber das war eine andere Kulisse als hier. Eben hatte sie den durchdringenden Ruf eines Nachtvogels gehört, entweder auf Jagd oder erfolgreich zurückgekehrt. Tiere gab es hier viele zu sehen und deswegen war Lucy zum Fenster gegangen. Ein paar Nächte zuvor hatte sie einige Hasen im Schnee hoppeln sehen, niedlich anzusehen mit ihren großen Ohren und den aufmerksam blinkenden Augen. Lucy erzählte es am nächsten Morgen beim Frühstück ihrer Großmutter und die blickte streng und sagte: „Du sollst nachts schlafen und nicht am Fenster herumstehen, Kind. Du brauchst deinen Schlaf.“
Als wäre Lucy noch klein und nicht beinahe elf Jahre alt, also schon fast erwachsen! Ihr Großvater aber hatte sie schmunzelnd in den Arm genommen.
„Halte du nur die Augen offen. Es gibt so viel zu sehen!“
Da ihr Großvater schon sein ganzes Leben auf dem Hof wohnte, musste er es ja wissen.

Und weil Lucy ohnehin nicht mehr schlafen konnte, war sie nun wieder aus dem Bett geklettert, in der Hoffnung, nochmal einen Blick auf die spielenden Hasen werfen zu können.
Sie ließ ihren Blick über die Wiese vor dem großen Hof schweifen, aber es waren weit und breit keine langen Ohren zu sehen. Ein bisschen enttäuscht wollte Lucy sich schon abwenden, da sah sie auf dem kleinen, zugefrorenen Teich am Rand der Wiese ein seltsames Glitzern. Natürlich, es war eine mondhelle Nacht, da war ein Glanz nichts außergewöhnliches, aber Lucy hätte schwören können, dass es aus einer Bewegung heraus entstanden war.
Eine Bewegung auf dem See?
Neugierig geworden huschte Lucy leise aus der Tür, zur Garderobe im Flur, wo sie sich schnell ihren Mantel über das lange Nachthemd zog und in ihre Gummistiefel schlüpfte, und öffnete dann langsam das große Eingangstor zum Hof, darauf bedacht, das durchdringende Quietschen zu vermeiden, das die Angeln bei zu raschem Aufziehen erzeugten.

Draußen schlug ihr eisige Kälte entgegen und sie zog den Mantel eng um sich. Ihre Schritte knirschten im Schnee, den bereits eine dünne, gefrorene Schicht überzog. Vorsichtig näherte Lucy sich dem Teich, als etwas sie innehalten ließ. Ein leiser Gesang ertönte von dem vereisten Wasser vor ihr, eine einfache, aber wunderschöne Melodie, gesungen in einer ihr völlig unbekannten Sprache. Lucy wagte kaum zu atmen, um nichts zu verpassen. Da kam in Sicht, was das Glitzern verursacht hatte.
Und Lucy rieb sich die Augen, in der festen Überzeugung, doch noch zu träumen. Ein kleines Wesen, der hohen Stimme, mit der es sang und den langen, silbernen Haaren nach, eine Frau, glitt auf winzigen Schlittschuhen über das Eis und bewegte sich zu der von ihr gesungenen Melodie.
Lucy stand wie verzaubert und konnte sich kein Stück mehr rühren. Der Anblick dieser ganz in fließendes Silber gekleideten Frau hatte sie völlig gefesselt. Der Gesang war nur leise, und doch schien er die ganze Nacht zu erfüllen. Er breitete sich über den Teich, die Wiese und die im Winterschlaf daliegenden Felder aus und alles schien zu lauschen. Noch nie hatte Lucy sich so beruhigt und getröstet gefühlt; die Melodie war das Fließen ihres Atems, die Worte der Takt ihres schlagenden Herzens. Das Lied war ihre Gute-Nacht-Melodie, der Gesang der Vögel, das Zirpen der Grillen im Sommer, das Rauschen der Bäume im Wind.

Lucy hätte nicht sagen können, wie lange sie so stand und der kleinen, silbernen Frau zusah und zuhörte, aber plötzlich bemerkte sie, dass die Nacht nicht mehr sehr dunkel war, sondern der Horizont bereits einen hellen Streifen trug und die Sterne verblassten. Und als Lucy den Blick von den Sternen ab- und dem Teich wieder zuwandte, war die silberne Frau verschwunden. Doch sie hatte keine traurige Leere hinterlassen, sondern eine wissende Stille und eine wunderschöne Erinnerung.
Ein wenig benommen ging Lucy zurück zum Haus, schlüpfte aus Gummistiefeln und Mantel und kuschelte sich wieder in ihr Bett. Die Melodie des Liedes ging ihr noch immer im Kopf herum und sie summte ein wenig, bevor ihr die Augen zu fielen.

„Lucy! Frühstück!“
Der laute Ruf ihrer Großmutter weckte Lucy aus einem tiefen Schlaf und einem bezaubernden Traum. Was war es nur, gerade hatte sie es doch noch gewusst…
„Bist du wach?“
Seufzend schwang Lucy die Füße aus dem Bett und reckte sich ausgiebig: „Bin schon da!“

Nach dem Frühstück lief Lucy nach draußen zu ihrem Großvater, der den Hof fegte, um ihm mit ihrem eigenen, kleinen Besen zu helfen. Er schaute kurz auf, lächelte sein gütiges Lächeln und machte dann wieder den Rücken krumm, um zu kehren. So arbeiteten sie eine Weile schweigend, Lucy mit roten Wangen vor Eifer, als sie plötzlich inne hielt. Ihr Großvater summte und brummte vor sich hin, während er den Besen schwang. Und Lucy kannte die Melodie ganz genau. Plötzlich war alles wieder da: der mondhelle Teich, die kleine silberne Frau und der wunderschöne Gesang.
„Großvater“, setzte Lucy an, aber der schüttelte den Kopf.
„Über manche Sachen spricht man nicht, mein Kind. Man bewahrt sie in seinem Herzen.“
Konnte er es wissen? Fragend sah Lucy den alten Mann an, aber der lächelte nur wieder und fegte weiter.
Lucy kamen Zweifel. Sie war ein vernünftiges Mädchen und wusste eigentlich, dass es keine kleinen, silbernen Frauen gab, die nachts auf einem See tanzten und sangen. Es war sicher nur ein Traum gewesen. Aber sie fühlte noch genau den kalten Wind auf dem Gesicht und dieses beruhigende, tröstende Gefühl.
Entschlossen stellte sie den Besen hin und stapfte durch den Schnee zum Teich herab. Da waren keine Fußspuren zu sehen; es hatte am frühen Morgen nochmal geschneit. Und doch fand Lucy die Stelle wieder, wo sie gestanden und gelauscht hatte.
„Unsinn“, dachte sie bei sich, „du bist so oft hier am Teich, natürlich kannst du dich auch im Traum dann an eine ganz bestimmte Stelle stellen…“
Aber wie von selbst zogen ihre Schritte sie näher an die mit frischem Schnee bedeckte Eisfläche. War es nur ein Traum?
Und als ihre Hand den Schnee beiseite wischte, musste sie lächeln. Da waren feine Kratzspuren im Eis, gezogene Linien, wie von winzigen Schlittschuhen.

Das Wort zum Samstag: Sachet, wie et is!

Gestern war mein erstes Mal.

Jawoll, mein erstes Mal „Blogowski-Stammtisch“. (Mehr zu Blogowski? Hier!) Und meine Puzzleteilchen wurden dadurch etwas neu gemischt.

Ich hatte die Frage in die Runde gestellt, wie persönlich ein Blog sein sollte oder darf, und der Tenor war „Mach, womit DU dich wohl fühlst.“. Das hat schonmal gut getan. Aber noch etwas spezifischer ging es mir um meine Krankheit, die Fibromyalgie.

Wer meinen (doch noch recht jungen) Blog bisher verfolgt hat, wird vielleicht des öfteren auf „Madame Douleur“ gestoßen sein, denn so hatte ich die Krankheit bisher betitelt und ihr eine eigene Stimme gegeben, mit der sie den einen oder anderen Post kommentierte. Und da habe ich die Frage gestellt, ob das gut/sinnvoll/verständlich ist.
Was soll ich sagen? Die Meinungen der Blogowskis gingen von „Hab ich gar nicht geschnallt!“ über „Ich dachte, das wäre so eine SM-Geschichte…“ bis hin zu „Klang irgendwie, als wärst du schizophren.“.
Nichts davon war so beabsichtigt (Überraschung!) und hat mich dann doch sehr nachdenklich gestimmt. Und als ich heute morgen aufgestanden bin, stand fest: Madame Douleur fliegt raus und ich werde das Kind, wie man so schön sagt, demnächst einfach beim Namen nennen.

Die Mädels waren sich einig, dass sie am liebsten Authentizität lesen, und das ist auch das, was mich bei anderen Blogs am meisten anspricht: das Gefühl, von einer echten Person etwas zu erfahren, sei es ein leckeres Rezept, ein Reisebericht oder eben auch mal Nachdenkliches. So.

Byebye MadameDaumen hoch an Juli, die das Ganze mit ihrer Pottschnauze so schön zusammengefasst hat:

Sachet, wie et is!

Wird gemacht. Danke, Mädels!

Herzlichst, Sunny

reingelesen: The fault in our stars – John Green

The fault in our starsIch möchte zum Einstieg die liebe Katja von maedchenmitherz zitieren: Ich glaube fest daran, dass es Bücher gibt, die du nicht findest… nein, sie finden dich.

Daran musste ich denken, als meine Freundin Anny mich fragte, ob ich das oben genannte Buch kennen würde, und wenn nicht, müsse ich es unbedingt lesen. Tatsächlich hatte ich das Buch bereits gesehen, mich aber noch nicht „herangetraut“, da im Klappentext bereits klar wird, dass es um eine schwere Erkrankung (Krebs) geht, und der Titel des Buches lässt irgendwie kein Happy End vermuten… aber da Anny die Art von Geschichten kennt, die mich fesseln und mir bisher nichts Schlechtes empfohlen hat, landete das Buch dann doch in meinem Bücherregal und kurze Zeit später in meinen Händen.

zum Inhalt:

Da ich Spoilerei nicht ausstehen kann, werde ich nicht zu sehr ins Detail gehen, aber soviel sei gesagt: Hazel ist 16, unheilbar an Krebs erkrankt und braucht ständigen Sauerstoffzufuhr. Dafür trägt sie einen Tank mit sich herum, den man auch rollen kann, und nennt ihn „Philip“. Nicht, dass sie oft unterwegs wäre mit diesem treuen Begleiter, denn hauptsächlich ist sie zuhaus (ihre Mutter arbeitet nicht mehr seit Hazels Erkrankung und kümmert sich um sie), liest immer wieder das selbe Buch (das noch sehr wichtig für die spätere Handlung werden soll), schaut „America’s next Top Model“ und hängt sarkastischen Gedanken über den eigenen Tod nach (Zitat:(…) the diagnosis came three months after I got my first period. Like: Congratulations! You’re a woman. Now die.) Ab und an drängt ihre Mutter sie, eine Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder und Jugendliche zu besuchen. Und dort trifft sie dann Gus. Augustus ist 17, hat durch Knochenkrebs ein Bein verloren und strotzt nur so vor Charme und Selbstbewusstsein. Und obwohl Hazel ihn sofort attraktiv findet und er sich offensichtlich für sie interessiert, versucht sie ihn zunächst, auf Distanz zu halten. Weil sie weiß, dass ihre Zeit limitiert ist. Aber Gus lässt sich nicht wegschieben. Und dann passiert’s: As he read, I fell in love the way you fall asleep: slowly, and then all at once.

lesenswert?

Dazu muss ich kurz etwas vorschieben: ich bin ein amazon-Stöberer (hauptsächlich aber für Kritiken. Bücher selbst kaufe ich immer noch am liebsten ganz klassisch stundenlang im Bücherladen) und so habe ich mir auch die Rezensionen anderer Leser zu Gemüte geführt. Das Buch spaltet etwas. Manchen gefällt „der negative Ton“ nicht, einige fanden das Buch zäh, und wieder andere regten sich über die unglaubwürdigen Dialoge auf.

Dem habe ich folgendes entgegen zu setzen: der negative Ton, Hazels Sarkasmus, hauptsächlich, ist ein wichtiger Bestandteil dieses Buches und hebt es deutlich von anderen Büchern dieses Genres ab. Zäh fand ich das Buch zu keiner Sekunde, ich habe es quasi verschlungen. Und die „unglaubwürdigen Dialoge“ von Hazel und Gus sind für mich ein absolutes Highlight. Ich habe gar nicht so viel Platz für in einem Post, wie ich Zitate aufführen möchte.

Ich hab allerdings auch kurz in die deutsche Übersetzung reingelesen und fürchte, dass manche Wortspiele oder Bemerkungen nicht so gut übertragen wurden oder übertragen werden konnten. Deswegen würde ich das Buch eher in der Verfasser-Sprache englisch empfehlen.

Die Geschichte ist ehrlich, herrlich unkitschig und doch so berührend, dass man permanent zwischen lachen und weinen, aufschreien und seufzen schwankt. Jeder, der bei Büchern sehr mitleidet (zu denen ich auch gehöre…) sei gewarnt: an manchen Stellen ist der Schmerz so spürbar, dass man kurz innehalten sollte muss.
Bereue ich deshalb, das Buch gelesen zu haben? Keinen Moment.

Und ihr?

Kennt ihr das Buch oder den Film („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“)? Wie findet ihr es? Und welche Bücher habt ihr gelesen, die euch sehr berührt haben? Ich freue mich auf Anregungen!

Herzlichst, Sunny

Momentaufnahme V

Es ist doch immer wieder Musik, die mich inspiriert… Musik und Menschen.

Auch diese Momentaufnahme gibt es schon einige Jahre. Zu dem Anfangsbild hat mir mein damaliger Gitarrenlehrer den Anstoß gegeben, der mir ein Lied vorspielte (und wenn ich nur noch wüsste, welches! Es war instrumental und minimallistisch, fragil und wunderschön. Till, falls Du das hier liest: welches Lied war das?!) und das Bild der Blätterschatten heraufbeschwor. Da keimte eine Idee auf. Und später kam noch ein Lied dazu, was den Moment, den ich erzählen wollte, komplettierte:

 

Birnbaum

Kinderlachen klingt leise herüber, während sie auf dem Bett liegt.

Der Birnbaum vor ihrer Terrassentür wiegt sich im Wind, während die späte Septembersonne durch seine Blätter scheint und Muster auf die raue Tapete malt.

Der Baum ist so alt wie sie, bei ihrer Geburt hat ihr Vater ihn gepflanzt. Doch während die Äste noch stark sind und der Stamm sich in den über achtzig Jahren nur ein wenig gebeugt hat, ist sie gebrechlich geworden, und müde.

Das Kinderlachen erinnert sie daran, wie sie mit ihrer Schwester durch den Garten gerannt ist, zu einer Zeit, die ein ganzes Leben her ist. Ihre Schwester hat sie schon vor Jahren zu Grabe getragen, und sie weiß, dass sie den Toten bereits näher ist als den Lebenden.

In ihren Fingern spürt sie das Medallion, warm ist es geworden in ihren welken Händen. Sie braucht es nicht zu öffnen, um das Bild vor sich zu sehen, das in ihm ruht. Ihr Mann steht dort, unter dem Birnbaum, in einem weißen Hemd und einer dunklen Hose mit Hosenträgern. In seiner rechten Hand hält er seine Pfeife, seine Linke stützt sich an den Stamm des Baumes. Zu seinen Füßen sitzt, wie immer aufrecht und aufmerksam, ein Ohr hochgestellt, eines abgeklappt, ihr weißer Hund.

Sie schließt die Augen und kann seine Stimme wieder hören, die sie auffordert, zu ihm herüber zu kommen. Wie gerne sie das tun würde… Die Liebe zu ihm hat sie all die Jahre, die er sie nach seiner schweren Krankheit zurück gelassen hat, aufbewahrt wie einen Schatz, sie gepflegt wie eine Blume in ihrem geliebten Garten. „Näher als durch dich werde ich dem Himmel nie kommen können“ hatte er immer zärtlich gesagt und sie in seine Arme geschlossen.

Sie spürt eine Träne unter ihren geschlossenen Lidern hervor rinnen, aber keine Träne der Reue ist es oder der Trauer. Sie spürt Glück in ihrem ganzen schwachen Körper, das sie immer gespürt hat, solange er bei ihr war und wann immer sie an ihn dachte.

Plötzlich kann sie seine Pfeife wieder riechen; der vertraute Geruch liegt in der Luft, und als sie die Augen öffnet, sieht sie ihn unter dem Birnenbaum stehen, verschwommen wie aus einem Traum, aber er ist da und lächelt sein warmes Lächeln. Der Hund kommt ein paar Schritte auf sie zu und legt erwartungsvoll den Kopf schief.

Da weiß sie, dass die beiden gekommen sind, um sie abzuholen.

„Jetzt kommen wir gemeinsam dem Himmel doch ein Stück näher“ denkt sie, als sie sich von ihrem müden Körper löst und ihr Mann sie in Empfang nimmt, der einzige Mensch, dem sie so vertraut und so liebt, dass sie eine so große Reise wagen kann.

Kinderlachen klingt leise herüber, und der alte Birnbaum wiegt sich im Wind, während die späte Septembersonne durch seine Blätter scheint und Muster auf die raue Tapete malt.

September

Urlaub zuhause – ein Samstagsausflug über die B8

Auto- und Zugbrücke
Ich hatte diese Woche Urlaub.

Und eigentlich war geplant, zumindest einen Tag ans Meer zu fahren. Aber erst kam die Zeit, dann ein Fibro-Schub dazwischen. Und so saß ich da am Samstag und hatte Sehnsucht nach Weite und Wasser. Und dachte plötzlich: Wenn es schon nicht das Meer sein kann, warum dann nicht ein Fluss? Schließlich fließt hier ganz in der Nähe Freund Rhein vorbei!

Gedacht, getan. Ich schnappte mir ein Handtuch, meine Kamera und ein Notizbuch und fuhr die B8 hoch. Diese über 800 km lange Bundesstraße beginnt in Elten, an der holländischen Grenze, und führt bis nach Passau im Südosten. Dankenswerterweise kommt sie auf ihrem Weg ganz nah an meinem Zuhause vorbei, und nach einem Blick auf die Karte hatte ich gesehen, dass sie mich zuverlässig bis nach Rees am Rhein bringen würde.

Aber was soll ich sagen? Rees muss noch warten, ich hab es nur bis kurz hinter Voerde zum Ortseingang von Wesel geschafft. Denn da fuhr ich über die oben abgelichtete Brücke und erblickte die Lippe. Etwas schmaler als Freund Rhein, aber wunderschön gelegen zwischen Feldern und Bäumen. Also parkte ich und suchte mir meinen Weg zum Ufer. Ein aufgeschütteter Kiesweg endete da, wo der Fluss vorbeifloss. Und da lag ich dann.

WeiteÜber mir wehte der Wind in einer Pappel. Neben mir rauschte der Fluss. Um mich herum zirpten Grillen. Und ganz, ganz manchmal fuhr ein Zug über die Brücke. Eine andere Geräuschkulisse als das Meer, aber auch natur“gewaltig“. Die Luft roch nach Wasser und Grün. Ich konnte nicht anders als tief einatmen. DURCHatmen.

Aber ich lag nicht nur herum. Ich ging auch auf die Pirsch. Ein paar Enten verweigerten mir konsequent ein Foto, indem sie immer genau dann abtauchten, wenn ich auf den Auslöser drückte. Aber ein paar wunderhübsche kleine Pflänzchen reckten im Kiesbett ihre Blätter der Sonne entgegen. Und die waren ein williges Fotomodell.

Ich habe gar nicht bemerkt, wie die Zeit verging. Ich lag in der Sonne, hielt dann wieder die Nase in den Wind und schrieb ein paar Gedanken in mein Notizbuch.

Wer sich in Duisburg und Umgebung etwas auskennt, weiß, dass es hier auch ein paar ansehnliche Seen gibt. Und ich mag Seen, keine Frage. Alles, was Wasser ist, bringt mich zum Innehalten und Schwärmen, auch Schneefelder. Aber es musste diesmal fließendes Wasser sein. Wasser in Bewegung. Ich glaube, weil es besser ist zum Gedanken fließen lassen. Stehendes Gewässer verleitet mich immer zum Verweilen. Wasser in Bewegung bringt auch mich, meine Gedanken, vorwärts. Und es vermittelt ein Gefühl von Freiheit. Den Gedanken, jetzt aufstehen und losgehen zu können, irgendwo hin. Manchmal brauche ich das. Manchmal möchte ich nicht verweilen.

Als ich mich schließlich wieder auf den Rückweg machte, vollgesogen mit frischer Luft und Wasser – und Windrauschen, bekam ich dann doch noch mein Vogelmotiv. Vielen Dank an dieser Stelle an die hübsche Möwe, die erst wegflog, als ich sie verewigt hatte.

Fazit: es muss nicht immer das Meer sein (obwohl es unbestritten meine große Liebe bleibt). Der Niederrhein ist auch schön. Und vielleicht fahre ich das nächste Mal ja wirklich nach Rees. Bis dahin trage ich erstmal den Nachmittag an der Lippe mit mir.

Ausblick I

 

reingehört: von Depeche Mode bis Reinhard Mey – eine Favoritenliste

Favoriten

(Ich warne an dieser Stelle schonmal vor: es wird ein laaanger Blogpost. Mit viiiiel Musik.)

Es überkam mich beim bahnfahren. Da hab ich meistens Musik auf den Ohren und gerne mal eine Playlist. Und ich erwischte mich bei bestimmten Liedern, wie ich das Buch aus der Hand legte und die Lautstärke hochstellte, obwohl ich das Lied in- und auswendig kannte. Und die sind es einfach mal wert, an euch heran getragen zu werden. Vielleicht sind ja ein paar Überraschungen dabei.

Manche begleiten mich seit Jahren, einige sind noch relativ „neu“… für mich. Ich habe festgestellt, dass fast alle Lieder, die ich schließlich zu meiner derzeitigen (und hier veröffentlichten) „Musik, die mich berührt und bewegt“-Liste hinzugefügt habe, nicht aus den letzten paar Jahren stammen. Außer zweien. Immerhin.

(die Reihenfolge hier hat nichts mit der „für mich am Wichtigsten“-Reihenfolge zu tun, denn das kann nach Tagesstimmung wechseln)

 

Peter Gabriel – The Book of Love (2010)

Ich kenne es aus der US-Serie „Scrubs“. Da hat es mir schon mit seinem Klangteppich aus schmachtenden Streichern eine Gänsehaut verpasst. Aber letztes Jahr zu meiner Hochzeit war es dann auch noch das Lied, das den Liebsten und mich auf dem Weg zu unserer Trauung begleitete. Und jetzt hat es für immer einen Platz auf meiner ❤ Liste.

The book of love has music in it, in fact that’s where music comes from
Some of it is just transcendental, some of it is just really dumb
But I, I love it when you sing to me
And you, you can sing me anything

 

Depeche Mode – Home (1997)

Gesungen habe ich es schon mit 16 (1998. Pchuuu.), in einer Unplugged-Version mit meiner Besten, Jugendkeller-Proberaum, zweistimmig. War damals schon verzaubert. Und dann tauchte es plötzlich auf einer Playliste vom Liebsten auf, als wir gerade frisch zusammen waren. Nach einem wunderbaren Abend hatten wir uns ins Bett gekuschelt, und da war es mit einem Mal von den Boxen neben dem Bett wieder in meinen Ohren.

Feels like home… I should have known… from my first breath

 

The Smiths – There’s a light that never goes out (1986)

Die großartigen Smiths kenne ich erst seit 2001, als beim Tanzen am Samstagabend das erste mal „Bigmouth strikes again“ an mein Ohr drang und ich es sofort adoptierte. Dass ich „There’s a light…“ wirklich kennen lernen sollte (also nicht nur so im Hintergrund hören, während man etwas anderes tut), hat aber noch bis 2006 gedauert. Da nahm mir ein guter Freund ein Tape auf (ja-haaa, sooo 1990… aber ich hatte zu der Zeit noch ein Auto mit Kassettendeck UND ich mag Mixtapes. So.), wo dieses Lied, eingebettet in andere, tolle, darauf wartete, von mir gehört und geliebt zu werden. Tue ich, bis heute. Und kein Ende in Sicht.

Take me out tonight, oh take me anywhere, I don’t care
(…) And if a ten ton truck kills the both of us
To die by your side, well, the pleasure, the privilege is mine

 

Sting – The Hounds of Winter (2009)

An Weihnachten 2009 saß ich bei meinen Eltern auf der Couch und meine Mam legte eine CD ein „die wird dir gefallen, ist ein Winter-Album von Sting“. Was soll ich sagen? Jedes Lied schon so oft gehört, dass zählen überflüssig wäre, die ganze Platte „If on a winters night“ ist unfassbar schön, aber dieses oben genannte Lied kriegt mich immer wieder… besonders starke Erinnerung an meinen ersten (!) Winterurlaub 2013, als ich nach einer Schneewanderung mit diesem Lied auf den Ohren vor einer Hüttn saß… Hach.

I can’t make up the fire the way that she could
I spend all my days in the search for dry wood

Board all the windows and close the front door
I can’t believe she won’t be here anymore…

 

Joni Mitchell – Both sides, now (1969 + 2000)

Was für eine Sängerin… Ich kann mich nur deswegen für den genannten Titel entscheiden, weil er mich als allererstes bezaubert hat. Es ist wirklich schade, wenn ich bedenke, wie lange es schon Musik von Frau Mitchell gibt und ich erst 2003 auf sie aufmerksam wurde… da ist nämlich der Film „Tatsächlich…Liebe“ erschienen, und in einer Szene läuft dieser Song (wen’s interessiert: als Karen zu Weihnachten die CD von Harry bekommt und nicht die von ihr erwartete Halskette). Sofort danach musste ich dieses Lied haben. Die Version von ’69 ist etwas schwungvoller, die von 2000 sehr getragen, aber ich mag liebe sie beide.

Moons and Junes and Ferris wheels, the dizzy dancing way that you feel
As every fairy tale comes real, I’ve looked at love that way
But now it’s just another show, you leave ‚em laughing when you go
And if you care, don’t let them know,  don’t give yourself away

I’ve looked at love from both sides now, from give and take and still somehow
it’s love’s illusions I recall… I really don’t know love at all

 

Tori Amos – Winter (1991)

Auch dieses Lied ist mir eigentlich zu spät begegnet, wenn ich mir vorstelle, wieviele melancholische Jahre wir noch hätten miteinander verbringen können… So aber war es bereits das Jahr 2009, als der Liebste (der damals noch ein Freund war) mir eine CD zum Geburtstag schenkte, auf der sich dieses Glanzstück befand. Wannimmer ich es höre, stellt sich eine Gänsehaut ein, allein wegen der starken und doch zerbrechlichen Stimme von Frau Amos. So ein wundervolles Stück Musik.

Mirror mirror where’s the crystal palace? But I only can see myself
Skating around the truth who I am, but I know dad, the ice is getting thin

 

Gregor Meyle – Keine ist wie Du (2012)

Dieses Lied ist eines der neuesten für mich, weil ich es erst diesen Sommer im Juni 2014 kennenlernte, durch das Fernsehformat „Sing meinen Song – das Tauschkonzert“. An diesem Abend, der sich um den in Deutschland noch nicht sooo bekannten Singer und Songwriter Gregor Meyle drehte, interpretierte Sarah Connor diesen Song. Und bekam damit 14.000 Likes auf facebook innerhalb von fünf Minuten. Und womit? Mit Recht!! Mir persönlich gefällt aber das Original von Gregor noch etwas besser, denn er leidet bei diesem Lied so sehr, wie es bisher nur Jan Plewka bei „Ohne Dich“ konnte. Zugegebenermaßen hätte ich das Lied 2006 eher gebrauchen können… aber so geht es mir eben heute unter die Haut und straight in den Tränenkanal.

Ich will nie wieder alleine bleib’n, ich will nie wieder so einsam sein
nie wieder so furchtbar leiden, wegen dir
doch keine ist wie du…

 

London Grammar – Nightcall (2013)

Da ich den Film „Drive“ nicht gesehen habe, war mir zunächst nicht bekannt, dass Nightcall ein Cover ist. Es ist ursprünglich 2010 erschienen, von dem französischen Electro-House Künstler Kavinsky, und London Grammar haben es für ihr Debüt-Album „If you wait“ neu aufgenommen. Das ganze Album ist absolut hörenswert, aber keins der Lieder packt mich so sehr wie Nightcall. Die Steigerung, sowohl in Hannahs Stimme als auch musikalisch, ist perfekt inszeniert und wird mit Sicherheit dafür sorgen, dass dieses Lied noch lange auf meiner Favoritenliste bleibt.

I’m giving you a night call to tell you how I feel
I’m gonna drive you through the night down the hills
I’m gonna tell you something you don’t want to hear

 

Das war es schon beinahe… Der aufmerksame Leser wird sich vielleicht fragen, warum neun Lieder und nicht eine TopTen? Weil es so besser passte, ganz einfach. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Einen hab ich aber noch. Und danach wünsche ich euch ein wunderschönes Wochenende!

 

Reinhard Mey – Viertel vor sieben (1998)

Der Herr Mey begleitet mich seit 1997. Damals bekam ich von einer Freundin ein Livealbum von ihm geschenkt, Lebenszeichen. Das hatte so gar nichts mit der nervigen Interpretation von „Über den Wolken“ zu tun, die ich bis dato immer versucht hatte, wegzuignorieren. Über Herrn Meys Art, mich mit seinen Liedern auf eine Reise mitzunehmen könnte ich einen eigenen Blogpost schreiben (vielleicht tue ich das sogar irgendwann…), aber ich habe dieses Lied auf meiner Liste, weil es mich ungelogen immer zum weinen bringt. Egal, ob im Zug, im Auto, zuhause. Es weckt eine Sehnsucht nach… irgendwas, eine Wehmut nach Zeiten, die länger her sind als meine eigene Kindheit. Es ist schwierig zu erklären. Aber wer sich drauf einlässt, der versteht dann schon.

Nur einen Augenblick noch mal das Bündel ablegen und mit argslosem Übermut
durch dunkle Wege, der Zuflucht entgegen und glauben können: Alles wird gut!
Manchmal wünscht‘ ich, die Dinge wär‘n so einfach geblieben
und die Wege gingen nur gradeaus…
Manchmal wünscht‘ ich, es wär‘ noch mal viertel vor sieben
und ich wünschte, ich käme nach Haus

Ich wünschte, ich käme nach Haus…