Auf dich, mein Herzenskind!

Bald ist dein zweiter Geburtstag. Heute vor zwei Jahren war ich voller Erwartung auf dich.

Wenn ich jetzt dieses Foto betrachte, fühle ich mich zurück versetzt in diese letzten Tage, bevor du das Licht der Welt erblickt hast. Ich konnte jede Bewegung von dir spüren. Wenn ich unterwegs war, hast du meistens geschlafen. Wenn ich dann zur Ruhe kam, hast du mich angestubst. Manchmal konnte ich sehen, wie ein Arm oder Bein von dir, eine Hand oder ein Fuß, meine Bauchdecke gewölbt hat. Wenn ich meine Hand darauf legte, kam ein zarter Druck zurück. Und wenn du Schluckauf hattest (und das war oft der Fall!) ist mein Bauch gehüpft. Dieses Gefühl werde ich nie vergessen.

Du hast dich langsam angekündigt. Mitten in der Nacht hatte ich ein Ziehen im Bauch, das ich so noch nicht kannte. Als ob du mir sagen wolltest „So Mama. Ich glaube, ich mache mich mal auf den Weg.“ Viele Stunden lang ist es bei diesem vagen Ziehen geblieben, vielleicht warst du dir noch nicht ganz sicher, ob du die eingekuschelte Zweisamkeit von uns verlassen wolltest. Aber dann wurde es drängender. Alles in mir war nach innen gerichtet, mein Gefühl, mein Blick, mein Verstand. Ich wollte dich auf deinem Weg begleiten und habe die Schmerzen verflucht, die mir immer wieder dazwischen kamen. Irgendwann waren wir beide erschöpft, besorgt habe ich deinen schwächer werdenden Herztönen gelauscht. „Ihre Tochter möchte jetzt geboren werden“, sagte die Hebamme zu mir. Ja, das hattest du mir zu verstehen gegeben, und das wollte ich auch, aber es war so schwer… und dann passierte es. Eine anstrengende Wehe mehr, ein Druck der Ärztin auf meinem Bauch: plötzlich warst du da. Und gleichzeitig weg. Heraus aus mir. Im ersten Moment spürte ich nur Leere. Kein Schmerz mehr, kein Kind mehr in mir. Und dann wurdest du auf meinen Bauch gelegt und ich konnte dich das erste Mal nicht nur spüren, sondern sehen, riechen, anfassen. Du hast ein bisschen gekräht, wie um der Welt hallo zu sagen, und dann warst du auch schon bei mir eingekuschelt und mit geschlossenen Augen auf Nahrungssuche. Nur halbherzig, denn wir waren beide so müde. Und während wir beide zusammen da lagen, im Kreissaal, ganz in Ruhe, und von draußen eine strahlende Sonne den eiskalten Wintertag beleuchtete, wurde mir klar, dass du doch noch bei mir warst, mit mir verbunden, auch ohne Nabelschnur. Und dass ich dich auch weiterhin behüten würde, auch ohne schützende Bauchdecke um dich herum.

Die ersten Tage und Wochen mit dir waren… voller Emotionen. Staunen, Dankbarkeit, unendlich große Liebe, aber auch Schmerz und Trauer. Bereits in der allerersten Nacht hast du deinen herzzerreißend süßen Dreifach-Seufzer getan, der dir heute noch manchmal entschlüpft, wenn du schläfst, und ich lag wach neben dir im schwachen Krankenhausnachtlicht, habe dich beobachtet und Angst gehabt, du könntest fort sein, wenn ich einschlafe.
Aber du warst und bliebst bei mir, und zusammen haben wir deine erste Zeit auf dieser Welt verbracht. Du hast viel geschlafen, auch nachts, wofür ich sehr dankbar war, und viel getrunken. Aber auch ziemlich früh zeigte sich eine Eigenschaft von dir, die ich bis heute jeden Tag sehe und liebe: deine unbändige Neugier. Stück für Stück hast du die Welt um dich herum entdeckt, erst von meinem Schoss oder aus deinem Tragetuch heraus, mit dem wir zwei viele, viele Spaziergänge durch den erwachenden Frühling gemacht haben, und im Sommer begannst du, zu krabbeln. Alles, alles musste untersucht werden, und ich habe dich mit wachsendem Entzücken beobachtet. Nicht nur warst du ein sehr neugieriges Baby, du warst auch sehr fröhlich und aufgeschlossen und hast mit deinem zunächst noch zahnlosen Grinsen alle um dich herum verzaubert. Nur wenn du Hunger hattest und dieses Bedürfnis nicht gleich gestillt wurde, konntest du sehr unleidlich sein – das hast du wohl von mir.
Als du nach einem guten Jahr deine ersten unsicheren Schritte gemacht hast, hätte ich platzen können vor Stolz. Es war ja klar, dass Krabbeln nicht mehr ausreichte, um deine Neugier zu befriedigen, du wolltest loswackeln und die Welt weiter erobern. Und das hast du.

Dadurch, dass ich dich als Baby bereits überall mit hingenommen hatte, war unterwegs sein für dich das Normalste von der Welt. „Klar, Mama setzt mich wieder ins Auto und los gehts“ schienst du zu denken, wenn wir wieder zu einem Abenteuer aufbrachen. Wiesen und Wälder, Strände und Städte, Menschen und Tiere, alles hast du mit deinen großen blauen Augen bestaunt und aufgesogen. Bunte Bilder in Büchern haben schon früh dein Interesse geweckt, und Mamas Stimme, die (nicht nur zum Schlafen!) sang, wolltest du bald nachahmen. Was soll ich sagen, du hast deine eigene Stimme und beginnst gerade erst, sie zu entdecken. Ob Kinderlieder im Trippel-Trappel-Mäusehaus, Popmusik aus dem Radio oder Beethovens 5., da bist du nicht wählerisch – noch nicht.
Erste Freundschaften entstanden, zwischen dir und einem lieben, geduldigen Hund, und zwischen dir und den Kindern, die du bei deiner Tagesmutter kennenlerntest. Und auch da singst und tanzt du, und immer mehr Worte purzeln aus deinem Mund
Inzwischen erzählst du mir von deinem Tag, wenn ich dich abends zu Bett bringe. Nicht alles kann ich verstehen, aber ich gebe mir Mühe, und du auch. Du lernst jeden Tag, so scheint es mir, etwas dazu.

Ich kann es nicht erwarten, dich noch besser kennenzulernen, mein Herzenskind. Du bist so ein feinsinniger, fantasievoller und empathischer Mensch, und ich bin stolz darauf, dass ich dich (zumindest ein Stück weit) durch’s Leben begleiten darf und sehen werde, wohin dein Weg dich führt. Ich möchte dir weiterhin ein Zufluchtsort sein, so wie damals, als du noch in meinem Bauch warst, oder in deinen ersten Tagen. Aber ich möchte dir auch eine Startbahn geben, wenn du fliegen willst. Und gespannt deinen Geschichten lauschen, wenn du wieder zurück kehrst.
Auf dich, mein Herzenskind. Ich habe dich unendlich lieb.
Deine Mama

Sunny – Auf Dich

Eine Hand auf meinem Bauch, im Herz ein großes Glücksgefühl
ohne es bewusst zu tun, ist lächeln alles was ich will
Was dein Dasein mit mir macht, hätte ich nie ahnen können
man denkt, man plant, man stellt sich vor
und kann es doch nicht benennen…

Und wie sehr du doch mein Leben bereits jetzt verändert hast!
Ich kann niemals wiedergeben, wie gänzlich sprachlos es mich macht
zu wissen, dass du kleiner Mensch, der für mich wie ein Wunder ist
bald ein Teil von dieser Welt sein wirst und jetzt schon unvergleichlich bist…

Wie ein Lied ohne Noten, wie ein Bild ohne Pinselstrich
wie ein Gedicht, ganz ohne Strophen, so unbekannt bist du für mich…
doch wie ein Sonnentag am Strand, wie Lachen können, unendlich,
wie eine Reise in mein liebstes Land, so sehr freu ich mich auch auf dich…!
Auf dich…

Das Video dazu findet Ihr auf meinem youtube-Kanal Sunny Cloud13.
Ich freu mich über Abonennten 🙂

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Wird alles anders

Ihr Lieben,

schon wieder ist ein neues Jahr, und bringt neue Chancen, neue Begegnungen, neue Möglichkeiten…

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber an mir ist das Jahr 2017 nur so vorbei geflogen. Wie ihr wisst, bin ich mit dem Herzensmädchen umgezogen, ins wunderschöne Kleve, weg vom Pott. Auf der Arbeit gab es viele Neuerungen, und auch zwischenmenschlich war so einiges los.
Und bei all dem Durcheinander habe ich es kaum geschafft, mich mal bei euch zu melden, nur kleine Zwischenmeldungen waren drin.
Dabei gäbe es viel zu erzählen.
Aber heute möchte ich mich zunächst auf das Wesentliche beschränken:

die lang angekündigte Veränderung hier auf sonnenpuzzleteilchen steht an. Und damit meine ich nicht den neuen Header. Ich möchte euch im Laufe der nächsten Wochen, Monate, (wer weiß… Jahre?) nicht nur mit dem geschriebenen Wort beglücken, sondern auch musikalisch neue Puzzleteilchen meines Lebens kredenzen.

Und ich starte mit einem, zu dem ich nicht viel zu sagen brauche, denn das Meiste, was es darüber zu wissen gibt, habe ich euch hier im Laufe der letzten zwei Jahre erzählt. Der Song macht den Rest.

Elton John – I’m still standing (Cover by Sunny)

You could never know what it’s like
Your blood like winter freezes just like ice
And there’s a cold lonely light that shines from you
You’ll wind up like the wreck you hide behind that mask you use

And did you think this fool could never win?
Well look at me, I’m a-coming back again
I got a taste of love in a simple way
And if you need to know while I’m still standing, you just fade away

Don’t you know I’m still standing better than I ever did
Looking like a true survivor, feeling like a little kid
I’m still standing after all this time
Picking up the pieces of my life without you on my mind

Das Video dazu findet Ihr auf meinem youtube-Kanal, Sunny Cloud13.

Ich freue mich, wenn Ihr den Kanal abonniert!

Bald gibt es mehr, versprochen.
Bis dahin lasst es euch gut gehen.

Herzlichst, Sunny

Meine Heimat ist ein Herz

Ihr Lieben,

manchmal muss etwas einfach gesagt werden.
Wenn ich in den letzten Wochen darüber nachgedacht habe, wie mein erster Eintrag, mein erstes neues Puzzleteilchen, nach dem Umzug (hier habe ich euch davon erzählt, schon wieder eine Weile her…) aussehen soll, hatte ich viele Möglichkeiten im Kopf.
Aber gestern abend auf einer langen Autofahrt ist mir klar geworden, was ich dringend sagen muss. Und mal wieder durch Musik.
Alles andere kann noch etwas warten.

Meine Heimat ist ein kleines, reines Geheimnis
Allein, dass sie mein ist, ist mir unwahrscheinlich heilig
Dabei ist sie in jedem Fall ein inniges Vergnügen
Der Seele Halt und meiner Sinne Flügel
Meine Heimat ist ein pumpender Ton, der für mich schlägt
Von unten nach oben, so lang ich leb‘, und weiter
Und du weißt, dass du niemals mehr alleine bist
Wenn meine Heimat deine Heimat ist! Meine Heimat ist ein Herz!

Das wunderbare Video dazu findet Ihr auf youtube, Moses Pelham bei „Sing meinen Song 2017“. Hach.

Herzenskind

Meine Heimat

Große Veränderungen

Sometimes good things fall apart, so better things can fall together.
Marilyn Monroe

Ihr Lieben,

dieser Satz steht, geschrieben auf einer Postkarte, auf meinem Schreibtisch. Ich habe diese Postkarte im Jahr 2014 von einer meiner liebsten Freundinnen geschenkt bekommen, und zwar ganz genau ein Jahr, bevor mein Leben… auseinanderfiel. Um dann wieder… zusammenzufallen.

Ich kann noch gar nicht so richtig glauben, dass es schon wieder Mai ist. Vor ein paar Tagen war die Taufe vom Herzenskind ein Jahr her. Und in wiederum einigen Tagen mehr wird es ein Jahr her sein, dass ich mit ihr nach Ostfriesland gefahren bin, zum ersten Mal. Zeit ist wirklich relativ, das merke ich überdeutlich, seit ich Mama bin. Auch vorher schon gab es Zeiten, die gefühlt „verflogen“ sind, aber nun rinnen mir die Tage, Wochen, Monate dahin.
Doch es fühlt sich anders an. Ich habe mal einem Freund gegenüber geäußert, dass ich mich um manche Zeiten betrogen fühle. Weil sie vergangen sind, und nichts von dem, was in dieser Zeit passiert ist oder ich getan habe, scheint zu bleiben oder von Wert gewesen zu sein. Das ist nun komplett anders. Ja, die Zeit rennt. Aber nicht sinnlos. Ich begleite einen kleinen Menschen auf dem Weg durch’s Leben. Das ist manchmal unfassbar viel Verantwortung, aber eben auch unfassbar viel Glück. Jedenfalls empfinde ich es so.

Ich habe euch in einigen Posts hier zumindest ein wenig davon erzählt, wie ich mich selbst damit überrascht habe, dass ich nicht nur nicht zerbrochen bin, sondern viel stärker war, als ich mir zugetraut hätte. Und jetzt fühle ich mich wieder so: nicht nur ist mein auseinander gefallenes Leben wieder „zusammen“. Es ist besser, viel besser als ich geahnt hätte. Als ich überhaupt bereit war, zu glauben, denn wer richtig tief fällt, hat bekanntlich erstmal Schiss vor’m Fliegen, und Veränderungen in einem eh schon in vielen Teilen neuen Leben fühlen sich an wie ein Düsenjet. Aber wer hätte das gedacht? Ich liebe das Fliegen ❤

Meine Arbeit hat sich verändert, ich bin innnerhalb der Firma an eine Stelle gerutscht, an der ich mich nie gesehen hätte und bin meinem Chef so dankbar, dass er mich voller Zuversicht dorthin gesetzt und gesagt hat "Das machst du schon!" Ja, tue ich tatsächlich, und es ist toll.
Und ich habe so viele Ideen, was ich noch tun will. Mit dem Herzenskind, dem Herzensmann, Familie, Freunden, aber auch für mich. Ich habe ganz konkrete Ideen für diesen Blog, für neue Puzzleteilchen meines Lebens.
Aber das wird auch wieder Zeit brauchen, auf jeden Fall noch, bis eine weitere, große Veränderung über die Bühne meines Lebens gebracht worden ist. Ich verlasse den Ruhrpott nach über 35 Jahren und lasse mich dort nieder, wohin mich meine Ausflüge und meine Kindheit sowieso schon oft geführt haben und ich mein gefühltes zweites Zuhause habe: am wunderschönen Niederrhein, genauer, am nördlichen Niederrhein. Ende Juli wird es soweit sein, und ich freue mich so sehr, aber es ist auch noch sooo viel zu tun.
Deswegen denkt nicht, dass ich euch keine neuen Puzzleteilchen mehr kredenzen möchte, doch, ich will! Und wie! Aber etwas dauern wird es noch.
Bis dahin wünsche ich euch eine wunderbare, ausgefüllte, und deswegen verfliegende, aber nicht verschwendete Zeit!

Herzlichst, SunnyWaldfrühling

Von Rückkehr und Einkehr

Ihr Lieben,

ich bin verliebt. Und zwar in vielerlei Hinsicht.
In das Leben, denn es zeigt sich mir immer wieder auf so liebenswerte Weise mit seinen kleinen und großen Ereignissen, Schönheiten, Begegnungen…
In mein Kind, denn sie ist das größte Wunder und Glück, dessen Ausmaß ich mir (obwohl mit wirklich viel Fantasie gesegnet) nicht mal ansatzweise vorstellen konnte.
Und in einen Mann.

Aber ich greife vor. Das neue Jahr ist schon wieder zwei Monate alt, und ich möchte endlich mein Versprechen halten und euch von meiner Rückker zum Hof Upwarf Ende September letzten Jahres erzählen.

Hier habe ich euch berichtet, was für eine wunderbare Erfahrung der erste Besuch dort war. Und es war völlig klar für mich, dass ich nochmal wieder kommen wollte, allein schon, um Oma Helga zu zeigen, wie groß das kleine Mädchen in der Zwischenzeit geworden war. Jetzt begab es sich aber, dass es zum geplanten Zeitpunkt des Besuchs im herrlichen Ostfriesland bereits jemand in unser Leben getreten war, der das Meer ebenso liebt wie das Mausekind und ich: der Nordmann. Und deswegen traten wir die Reise zu dritt an.
Und kommt es überraschend, dass Ostfriesland im Herbst ebenso bezaubernd ist wie im Frühsommer? Nicht wirklich, oder? Hier ist eine kleine Galerie für euch:

Es waren diesmal nur vier Tage, aber die heilende und befreiende Wirkung von Luft, Wasser und geliebten Menschen setzte trotzdem sofort ein. Die kleine Maus hatte ihre erste Erkältung mit in diesen Kurzurlaub genommen, und nach nur zwei Tagen Rotznäschen ging es ihr wieder gut. Ob auf dem Arm, im Tragetuch oder im Buggy, sie saugte die Bilder und Eindrücke genauso auf wie bei unserem ersten Besuch. Und der Nordmann händelte das kränkelnde, neugierige Baby, als hätte er nie etwas anderes getan. Setzte sie ins Tragetuch, damit sie mehr sehen konnte, ging mit ihr bis an die auslaufenden Wellen heran, um sie ihr zu zeigen und holte nachts das wuselige und nicht schlafen könnende Mädchen aus ihrem Reisebettchen zu uns ins Doppelbett, wo sie, eine Hand von mir, eine Hand von ihm festhaltend, schließlich selig einschlummerte. Wie hätte ich diese Tage mit diesen Beiden nicht genießen können?

Wir haben unfassbar gut gegessen, ob nun in Norden im Speicher No.77 oder in Greetsiel im Fischerhus, und morgens bei Oma Helga ein köstliches Frühstück bekommen.
Wir setzten einmal auf meine Herzensinsel Juist über, wenn auch nur für wenige, viel zu kurze Stunden, die wir drei fast komplett am Strand verbrachten, wir haben eine Minikreuzfahrt zu den Robbenbänken gemacht, wir waren in Norden und Greetsiel spazieren und sind am letzten Tag, um dem Meer quasi Lebewohl zu sagen, noch nach Bensersiel gefahren, um dort den Strand genießen zu können. Der Abschied fiel uns denkbar schwer, auch wenn wir wieder die Gewissheit hatten, dass wir wiederkommen werden.

Was soll ich anderes sagen als „ich bin verliebt“? Das Leben ist so gut zu mir gerade…

Es stehen noch einige Veränderungen an, ihr Lieben. Aber dazu dann mehr beim nächsten Mal.
Genießt die schönen Stunden, bis bald!

Herzlichst, Sunny

Von einer die auszog, sich selbst zu finden

Ihr Lieben,

hier habe ich euch vor kurzem erzählt, was das letzte Dreivierteljahr so bei mir los war. Unter anderem habe ich ganz zu Anfang eine „Autofahrt in Ostfriesland im Mai“ erwähnt. Darauf möchte ich jetzt noch etwas eingehen, denn diese Tage im Mai habe ich mir selbst verordnet, um zu denken.

Durch den Tipp meiner Hebamme schaute ich im Internet nach „Urlaub auf dem Bauernhof“ an der Nordseeküste in Deutschland. Und stieß bereits nach kurzer Zeit auf den Ferienhof Upwarf in Norden-Norddeich. Durch sehr netten e-mail Kontakt fand ich schnell heraus, dass mein Mädchen und ich in einem „Gästezimmer mit Familienanschluss“ unterkommen könnten: wir hätten kein eigenes Badezimmer, dafür Frühstück und Mittagessen (oder bei Bedarf, auch mal Abendessen) mit der dort lebenden Familie. Das gefiel mir gut und der Preis war mehr als erschwinglich, also buchte ich zehn Tage und fuhr Anfang Mai mit der Kleinen los. Während wir gen Ostfriesland eilten, schoss mir mehrfach der Gedanke durch den Kopf „wenn mir das vor einigen Monaten jemand erzählt hätte, dass ich allein mit einem knapp drei Monate alten Säugling in den Urlaub fahre…“ Aber ich hatte gar nicht lange überlegt. Ich wusste nur, dass ich irgendwo sein wollte, wo ich mich wohlfühle und wo ich zur Ruhe kommen und einfach mal klar denken kann. Hier habe ich euch erzählt, wie ich mit meiner lieben Freundin Anny mal auf Meeressuche in Greetsiel gegangen bin, und da der Ferienhof genau zwischen den Orten Norden, Norddeich und Greetsiel lag, wusste ich schonmal, dass ich es landschaftlich toll finden würde. Und was soll ich sagen… Oma Helga und ihre Familie haben es mir und meiner Tochter auf dem Hof so leicht gemacht, mich wohl und willkommen zu fühlen, mit heißem Ostfriesentee, frischen Brötchen und immer einem offenen Ohr und gerne auch offenen Armen. Unser Zimmer lag unter’m Dach, mit Balken an der Decke und rundum kleinen Fenstern mit Blick auf die umliegenden Felder und den Deich. Morgens lag ich mit dem Mädchen kuschelnd im Bett und lauschte den Vögeln vor dem offenen Fenster, und konnte, da wir fast durchgehend traumhaftes Wetter hatten, die Sonne aufgehen und es draußen heller werden sehen.
Und in mir wurde es auch heller.

Hier habe ich noch eine kleine Galerie für euch von den Orten, die meine Maus und ich besucht haben:

Upwarf ist für mich jetzt ein Ort der Heilung, ein Ort der Freude… ein Herzensort. Und vor ein paar Wochen bin ich nochmal dorthin zurück gekehrt, mit zwei Herzensmenschen: dem Mausemädchen und meinem Nordmann. Aber davon erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Alles Liebe,

Sunny

 

Kleines Mädchen

Die Ereignisse in meinem Leben, die Gedanken in meinem Kopf, die Gefühle in meinem Herzen… alles ist gerade so viel und so schwer in Worte zu fassen. In solchen Momenten will ich dem Menschen besonders danken, der es wie kein anderer schafft, aus meiner Seele zu sprechen.
Danke, Herr Mey.

kleines Mädchen

Das kleine Mädchen auf meinem Schoß
Plaudert und lacht und erzählt atemlos,
Singt und hält inne und spielt mit mir
Mit einem Finger auf dem Klavier.
Und Gedanken und Bilder, Erinn‘rungen zieh‘n
Durch meinen Sinn mit den holprigen Melodien.
Mir doch grad erst geschenkt, gestern kaum erst ein Jahr
Und heut Spangen und Schleifen und Bänder im Haar.
Kleines Mädchen auf meinem Schoß
Schmieg dich an, wieg dich, ich lass‘ dich nicht los.

 

Die Hand, die da über die Tasten spaziert,
Erlaubt mir heut noch, daß die meine sie führt.
Heute noch ist der Platz auf meinen Knien
Ein guter Hort, vor allem Kummer zu flieh‘n.
Heute seh‘ ich dich noch fragend zu mir aufschau‘n,
Doch voll Ungeduld schon und voller Selbstvertrau‘n
Beginnst du dich Schritt für Schritt zu befrei‘n,
Und den nächsten, den gehst du dann schon ganz allein.
Bald, kleines Mädchen auf meinem Schoß,
Bald, kleines Mädchen, so bald bist du groß.

 

Die Jahre vergeh‘n, unsre Zeit fliegt dahin.
Wir dreh‘n uns im Kreise, und das ist der Sinn:
Alles muß enden und Neues beginnt.
Du bist der Morgen und frei wie der Wind.
Kinder sind uns ja nur für kurze Zeit gelieh‘n,
Und sie sind ja gekommen, um weiterzuzieh‘n.
Doch sie gehen zu lassen, ist die schwerste Lektion.
Geduld, kleines Mädchen, ich lern‘ sie ja schon.
Kleines Mädchen auf meinem Schoß
Spring in den Reigen, ich lasse dich los.

 

Das größte Glück

So plötzlich…

Völlig unvorbereitet.
Du dachtest, du hättest bereits gefühlt. Du dachtest, dein Leben hätte auch schon vorher einen Sinn gehabt. Du dachtest, du kennst deinen Platz in dieser Welt.
Und dann passiert es.
Einen Vorgeschmack hast du schon bekommen.
Das Warten, sitzend auf einem Balkon im Urlaub, die Hand auf dem Bauch, ein stummes Zwiegespräch „Bist du da?“
Zwei blaue Streifen auf einem Test, deren Anblick dir die Tränen in die Augen treibt.
Ein flackerndes, weißes Licht in deinem Bauch und dazu der Satz „Das ist das schlagende Herzchen.“ Sprachlosigkeit.
Die erste Bewegung, ein Stupsen, eine sanfte Meldung, die dir sagt „Ich bin da!“
Die ersten Töne, ein Rauschen und dann, schnell wie ein Rennpferd, Herzklopfen.
Warten. Fragen, Ängste, Vorfreude.
Dann der Schmerz. Erst vorsichtig, wie zur Vorbereitung, ein Ziehen. Mit langen Pausen. Später der Nachdruck, das Zeichen, dass es passieren wird, bald. Und dann die Gewalt, das Überwältigende, der Gedanke „Ich kann nicht mehr!“, aber es geht doch noch, es geht, es muss einfach…
Und dann ist sie da. Deine einzig wahre, große Liebe. So überwältigend, dass du vergisst zu atmen. Du weißt einfach, ohne es denken zu müssen, dass du alles, alles geben würdest für dieses Menschlein, diesen Teil von dir, der nun auch ein Teil dieser Welt ist.
Die großen Augen, die alles zum ersten Mal sehen. Die kleinen Hände, die alles zum ersten Mal berühren. Das Herz, das alles zum ersten Mal fühlt. Du willst bei allem dabei sein, du willst alles teilen, du willst… alles, ALLES geben, damit dieses Kind, dein Kind, glücklich ist und bleibt. Denn dein größtes Glück hat es dir geschenkt. Und das willst du wiedergeben. Mit allem, was du hast und bist.

<3

Gefunden obwohl nicht gesucht – ein Schlaflied

Ihr Lieben,

bald ist es soweit. Das vermutlich größte und wichtigste Ereignis in meinem bisherigen Leben steht bevor, und jeder Tag, an dem ich die Hand auf meinen (inzwischen kugelrunden) Bauch lege und meine Kleine mir einen Stubser verpasst, bringt mich dieser besonderen Zeit näher. Ich habe keine Angst mehr vor der Geburt. Ich weiß einfach, dass alles gut gehen wird, und ich freue mich wie verrückt, dieses neue Leben noch besser kennenzulernen, außerhalb der Verbindung die wir jetzt schon so lange haben.

Wie ihr wisst, ist Musik sehr, sehr wichtig für mich. Und es ist sowieso schon klar, dass meine Tochter viel von mir besungen und bespielt werden wird. Ich habe das schon bei meiner lieben Freundin Jasmin mitbekommen (Wisst ihr noch? Hier habe ich euch erzählt, dass sie auch dieses Glück erfahren wird, und im Sommer letztes Jahr war es soweit), und es gibt auch ein Lied, das sie ihrem Kind jedes Mal vorsingt, bevor es schlafen geht. Ohne dass es mir so richtig bewusst war habe ich mir auch ein Lied gewünscht, an das ich mich erinnere und einfach spüre, dass ich es meinem Kind zum Schlafen vorsingen möchte. Und heute habe ich es gefunden. Auf einer CD, die schon eine Weile im Regal geschlummert hatte und die ich nun rausgekramt habe. Den Text möchte ich gerne mit euch teilen… denn er hat mich mitten ins (Mutter)Herz getroffen.

 

Sorge Dich nicht – Wise Guys

Hey, schau nach vorn.
Schau nicht zurück.
Du weißt: Es geht weiter.
Hey, schau nach vorn.
Trauer und Glück
sind so oft ein Paar.
Bei allem was war
und wird,
will ich bei dir sein.

Ich bin da noch bevor dich der Mut verlässt.
Ich bin bei dir und halte dich fest.
Ich bin da und zwar sofort.
Komm und sag nur ein Wort.
Sorge dich nicht,
wenn die Nacht anbricht.

Ruh dich aus, denn du brauchst jetzt viel Kraft und Zeit.
Ruh dich aus, denn der Weg ist noch weit.
Es wird dunkel, es wird kalt,
doch wir geben uns Halt.
Sorge dich nicht,
wenn die Nacht anbricht.

Ich bin da noch bevor dich der Mut verlässt.
Ich bin bei dir und halte dich fest.
Ich bin da und zwar sofort.
Komm und sag nur ein Wort.
Sorge dich nicht,
wenn die Nacht anbricht.

<3

 

Verliert euer Glück nie aus den Augen!

Herzlichst, Sunny

The Soundtrack of my life – Part 4

Ihr Lieben,

es gibt da noch so ein paar Songs… meine letzten Jahre, die ich liedermäßig noch nicht mit euch geteilt habe, 2011 bis heute.
Wie meine musikalische Entwicklung bisher aussah, habe ich euch hier, hier und hier erzählt, und das ist schon eine Weile her. Da wir nun aber bereits in ein neues Jahr gestartet sind, fand ich, dass es Zeit wird für den „Rest“… so far. Denn es geht ja immer weiter mit wunderbarer Musik.

  1. Pictures of you – The Cure

Dieses Lied trat Anfang 2011 in mein Leben, obwohl ich The Cure natürlich schon länger kannte… aber eben nur die Lieder, die im Radio oder im Club liefen wie „Friday I’m in love“ oder „A Forest“. Pictures of you begleitete mich damals auf vielen, vielen Spaziergängen in meinen Ohren oder auch zum Einschlafen (mit allen anderen Liedern des großartigen Albums „Disintegration“) und ist heute aus meiner LiederfürdieEwigkeit-Liste nicht wegzudenken..

Lecker Kaffee im November 2011 in London

Lecker Kaffee im November 2011 in London

2.  Shape of my heart – Sting

Dass ich diesen Künstler verehre, ist nicht neu. Und im März 2012 durfte ich ihn live erleben, in Berlin in einem verhältnismäßig kleinen Club auf seiner „Back to Bass“-Tour. Es war groß-ar-tig. Der Mann stand mit seinem Bass ganz am Bühnenrand, quasi zum Greifen nah (auch wenn ich nicht ganz vorne stand) und hatte eine Ausstrahlung, die die gesamte restliche Band in den Hintergrund treten ließ. Shape of my heart ist ein Lied, das ich schon länger kenne und wirklich toll fand, aber nach diesem Konzert war die Liebe ganz neu entfacht.

3. Black Celebration – Depeche Mode

Bereits das zweite Mal, dass diese Band in meinem Soundtrack auftaucht, aber eben völlig zu Recht. Im Sommer 2013 erfüllte sich ein von mir lang gehegter Traum: ich habe Dave, Martin und Andrew in der Esprit-Arena in Düsseldorf auf einem Konzert gesehen, zusammen mit rund 45.000 anderen Fans, und das war ein ganz besonderer Abend… Eine Veranstaltung von dieser Größenordnung hatte ich noch nicht erlebt, und ich muss ehrlich gestehen, dass ich im Vorfeld ganz schön Bammel hatte. Aber ernsthaft, ich bin so froh, dass ich es doch gewagt habe, denn es war einmalig. Und Black Celebration war besonders eindrucksvoll inszeniert und soll deswegen stellvertretend für alle Songs auf der Playlist des Konzertes stehen.

Me and my Guitar im Sommer 2013 - kurz nach dem grandiosen DM-Konzert

Me and my Guitar im Sommer 2013 – kurz nach dem grandiosen DM-Konzert

4.Walzer für Niemand – Sophie Hunger

Zwar schon im Dezember 2013 sang Emily Intsiful diesen Song in der Sendung „The Voice of Germany“ (und ich fand ihn ergreifend schön), aber für mich gehört er trotzdem zum Jahr 2014, denn da kaufte ich das Album Monday’s Ghost von Sophie Hunger, die das Lied im Original singt. Und seit dem ist es in meiner meistgehörten Liste, weil es mich an viele Stunden in der damals neuen Wohnung erinnert. Beim Tippen am Schreibtisch, beim Baden, einfach bei einem gemütlichen Kaffee auf der Couch.

5. Hey – Andreas Bourani/ Yvonne Catterfeld

Die Interpreten sind für mich an dieser Stelle besonders wichtig. Denn ich mochte das Lied in der Andreas Bourani-Version, weil ich seine Stimme so wunderbar finde (auch wenn er mir als Mensch, aus diversen Formaten jetzt etwas besser bekannt, nicht sooo übermäßig sympathisch ist), und ich mochte es in der Yvonne Catterfeld-Version bei „Sing meinen Song 2015“, weil der Uptempo-Beat mir viel besser gefällt als die getragene Originalfassung… und dann gab es den Song als Duett in der Abschluss-Sendung von „Sing meinen Song“ und es war perfekt: die Stimme von Andreas (die hervorragend mit der von Yvonne harmoniert) und der Uptempo-Beat. Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob dieser Song für immer bei mir bleiben wird, denn Popsongs haben sich bisher als nicht sonderlich langlebig auf meiner Herzensmusik-Playlist gezeigt, aber im Moment jedenfalls ist er es und bleibt noch.

kurz vor der Abfahrt von meiner Herzensinsel Juist im September 2015

kurz vor der Abfahrt von meiner Herzensinsel Juist im September 2015

Das war es. Erstmal.
Ich bin sehr, sehr gespannt, was das neue Jahr an neuer Musik für mich bereit hält. Aber ich bin mir fast sicher, dass es wieder Lieder geben wird, die sich in meinem Soundtrack des Lebens fest verankern. Denn Musik ist und bleibt nunmal einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens.

Ich hoffe, meine musikalischen Ausflüge haben euch Spaß gemacht, und vielleicht habt ihr ja sogar das ein oder andere Lied für euch entdeckt. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.

Herzlichst, Sunny