Kleines Mädchen

Die Ereignisse in meinem Leben, die Gedanken in meinem Kopf, die Gefühle in meinem Herzen… alles ist gerade so viel und so schwer in Worte zu fassen. In solchen Momenten will ich dem Menschen besonders danken, der es wie kein anderer schafft, aus meiner Seele zu sprechen.
Danke, Herr Mey.

kleines Mädchen

Das kleine Mädchen auf meinem Schoß
Plaudert und lacht und erzählt atemlos,
Singt und hält inne und spielt mit mir
Mit einem Finger auf dem Klavier.
Und Gedanken und Bilder, Erinn‘rungen zieh‘n
Durch meinen Sinn mit den holprigen Melodien.
Mir doch grad erst geschenkt, gestern kaum erst ein Jahr
Und heut Spangen und Schleifen und Bänder im Haar.
Kleines Mädchen auf meinem Schoß
Schmieg dich an, wieg dich, ich lass‘ dich nicht los.

 

Die Hand, die da über die Tasten spaziert,
Erlaubt mir heut noch, daß die meine sie führt.
Heute noch ist der Platz auf meinen Knien
Ein guter Hort, vor allem Kummer zu flieh‘n.
Heute seh‘ ich dich noch fragend zu mir aufschau‘n,
Doch voll Ungeduld schon und voller Selbstvertrau‘n
Beginnst du dich Schritt für Schritt zu befrei‘n,
Und den nächsten, den gehst du dann schon ganz allein.
Bald, kleines Mädchen auf meinem Schoß,
Bald, kleines Mädchen, so bald bist du groß.

 

Die Jahre vergeh‘n, unsre Zeit fliegt dahin.
Wir dreh‘n uns im Kreise, und das ist der Sinn:
Alles muß enden und Neues beginnt.
Du bist der Morgen und frei wie der Wind.
Kinder sind uns ja nur für kurze Zeit gelieh‘n,
Und sie sind ja gekommen, um weiterzuzieh‘n.
Doch sie gehen zu lassen, ist die schwerste Lektion.
Geduld, kleines Mädchen, ich lern‘ sie ja schon.
Kleines Mädchen auf meinem Schoß
Spring in den Reigen, ich lasse dich los.

 

Das größte Glück

So plötzlich…

Völlig unvorbereitet.
Du dachtest, du hättest bereits gefühlt. Du dachtest, dein Leben hätte auch schon vorher einen Sinn gehabt. Du dachtest, du kennst deinen Platz in dieser Welt.
Und dann passiert es.
Einen Vorgeschmack hast du schon bekommen.
Das Warten, sitzend auf einem Balkon im Urlaub, die Hand auf dem Bauch, ein stummes Zwiegespräch „Bist du da?“
Zwei blaue Streifen auf einem Test, deren Anblick dir die Tränen in die Augen treibt.
Ein flackerndes, weißes Licht in deinem Bauch und dazu der Satz „Das ist das schlagende Herzchen.“ Sprachlosigkeit.
Die erste Bewegung, ein Stupsen, eine sanfte Meldung, die dir sagt „Ich bin da!“
Die ersten Töne, ein Rauschen und dann, schnell wie ein Rennpferd, Herzklopfen.
Warten. Fragen, Ängste, Vorfreude.
Dann der Schmerz. Erst vorsichtig, wie zur Vorbereitung, ein Ziehen. Mit langen Pausen. Später der Nachdruck, das Zeichen, dass es passieren wird, bald. Und dann die Gewalt, das Überwältigende, der Gedanke „Ich kann nicht mehr!“, aber es geht doch noch, es geht, es muss einfach…
Und dann ist sie da. Deine einzig wahre, große Liebe. So überwältigend, dass du vergisst zu atmen. Du weißt einfach, ohne es denken zu müssen, dass du alles, alles geben würdest für dieses Menschlein, diesen Teil von dir, der nun auch ein Teil dieser Welt ist.
Die großen Augen, die alles zum ersten Mal sehen. Die kleinen Hände, die alles zum ersten Mal berühren. Das Herz, das alles zum ersten Mal fühlt. Du willst bei allem dabei sein, du willst alles teilen, du willst… alles, ALLES geben, damit dieses Kind, dein Kind, glücklich ist und bleibt. Denn dein größtes Glück hat es dir geschenkt. Und das willst du wiedergeben. Mit allem, was du hast und bist.

<3

Gefunden obwohl nicht gesucht – ein Schlaflied

Ihr Lieben,

bald ist es soweit. Das vermutlich größte und wichtigste Ereignis in meinem bisherigen Leben steht bevor, und jeder Tag, an dem ich die Hand auf meinen (inzwischen kugelrunden) Bauch lege und meine Kleine mir einen Stubser verpasst, bringt mich dieser besonderen Zeit näher. Ich habe keine Angst mehr vor der Geburt. Ich weiß einfach, dass alles gut gehen wird, und ich freue mich wie verrückt, dieses neue Leben noch besser kennenzulernen, außerhalb der Verbindung die wir jetzt schon so lange haben.

Wie ihr wisst, ist Musik sehr, sehr wichtig für mich. Und es ist sowieso schon klar, dass meine Tochter viel von mir besungen und bespielt werden wird. Ich habe das schon bei meiner lieben Freundin Jasmin mitbekommen (Wisst ihr noch? Hier habe ich euch erzählt, dass sie auch dieses Glück erfahren wird, und im Sommer letztes Jahr war es soweit), und es gibt auch ein Lied, das sie ihrem Kind jedes Mal vorsingt, bevor es schlafen geht. Ohne dass es mir so richtig bewusst war habe ich mir auch ein Lied gewünscht, an das ich mich erinnere und einfach spüre, dass ich es meinem Kind zum Schlafen vorsingen möchte. Und heute habe ich es gefunden. Auf einer CD, die schon eine Weile im Regal geschlummert hatte und die ich nun rausgekramt habe. Den Text möchte ich gerne mit euch teilen… denn er hat mich mitten ins (Mutter)Herz getroffen.

 

Sorge Dich nicht – Wise Guys

Hey, schau nach vorn.
Schau nicht zurück.
Du weißt: Es geht weiter.
Hey, schau nach vorn.
Trauer und Glück
sind so oft ein Paar.
Bei allem was war
und wird,
will ich bei dir sein.

Ich bin da noch bevor dich der Mut verlässt.
Ich bin bei dir und halte dich fest.
Ich bin da und zwar sofort.
Komm und sag nur ein Wort.
Sorge dich nicht,
wenn die Nacht anbricht.

Ruh dich aus, denn du brauchst jetzt viel Kraft und Zeit.
Ruh dich aus, denn der Weg ist noch weit.
Es wird dunkel, es wird kalt,
doch wir geben uns Halt.
Sorge dich nicht,
wenn die Nacht anbricht.

Ich bin da noch bevor dich der Mut verlässt.
Ich bin bei dir und halte dich fest.
Ich bin da und zwar sofort.
Komm und sag nur ein Wort.
Sorge dich nicht,
wenn die Nacht anbricht.

<3

 

Verliert euer Glück nie aus den Augen!

Herzlichst, Sunny

The Soundtrack of my life – Part 4

Ihr Lieben,

es gibt da noch so ein paar Songs… meine letzten Jahre, die ich liedermäßig noch nicht mit euch geteilt habe, 2011 bis heute.
Wie meine musikalische Entwicklung bisher aussah, habe ich euch hier, hier und hier erzählt, und das ist schon eine Weile her. Da wir nun aber bereits in ein neues Jahr gestartet sind, fand ich, dass es Zeit wird für den „Rest“… so far. Denn es geht ja immer weiter mit wunderbarer Musik.

  1. Pictures of you – The Cure

Dieses Lied trat Anfang 2011 in mein Leben, obwohl ich The Cure natürlich schon länger kannte… aber eben nur die Lieder, die im Radio oder im Club liefen wie „Friday I’m in love“ oder „A Forest“. Pictures of you begleitete mich damals auf vielen, vielen Spaziergängen in meinen Ohren oder auch zum Einschlafen (mit allen anderen Liedern des großartigen Albums „Disintegration“) und ist heute aus meiner LiederfürdieEwigkeit-Liste nicht wegzudenken..

Lecker Kaffee im November 2011 in London

Lecker Kaffee im November 2011 in London

2.  Shape of my heart – Sting

Dass ich diesen Künstler verehre, ist nicht neu. Und im März 2012 durfte ich ihn live erleben, in Berlin in einem verhältnismäßig kleinen Club auf seiner „Back to Bass“-Tour. Es war groß-ar-tig. Der Mann stand mit seinem Bass ganz am Bühnenrand, quasi zum Greifen nah (auch wenn ich nicht ganz vorne stand) und hatte eine Ausstrahlung, die die gesamte restliche Band in den Hintergrund treten ließ. Shape of my heart ist ein Lied, das ich schon länger kenne und wirklich toll fand, aber nach diesem Konzert war die Liebe ganz neu entfacht.

3. Black Celebration – Depeche Mode

Bereits das zweite Mal, dass diese Band in meinem Soundtrack auftaucht, aber eben völlig zu Recht. Im Sommer 2013 erfüllte sich ein von mir lang gehegter Traum: ich habe Dave, Martin und Andrew in der Esprit-Arena in Düsseldorf auf einem Konzert gesehen, zusammen mit rund 45.000 anderen Fans, und das war ein ganz besonderer Abend… Eine Veranstaltung von dieser Größenordnung hatte ich noch nicht erlebt, und ich muss ehrlich gestehen, dass ich im Vorfeld ganz schön Bammel hatte. Aber ernsthaft, ich bin so froh, dass ich es doch gewagt habe, denn es war einmalig. Und Black Celebration war besonders eindrucksvoll inszeniert und soll deswegen stellvertretend für alle Songs auf der Playlist des Konzertes stehen.

Me and my Guitar im Sommer 2013 - kurz nach dem grandiosen DM-Konzert

Me and my Guitar im Sommer 2013 – kurz nach dem grandiosen DM-Konzert

4.Walzer für Niemand – Sophie Hunger

Zwar schon im Dezember 2013 sang Emily Intsiful diesen Song in der Sendung „The Voice of Germany“ (und ich fand ihn ergreifend schön), aber für mich gehört er trotzdem zum Jahr 2014, denn da kaufte ich das Album Monday’s Ghost von Sophie Hunger, die das Lied im Original singt. Und seit dem ist es in meiner meistgehörten Liste, weil es mich an viele Stunden in der damals neuen Wohnung erinnert. Beim Tippen am Schreibtisch, beim Baden, einfach bei einem gemütlichen Kaffee auf der Couch.

5. Hey – Andreas Bourani/ Yvonne Catterfeld

Die Interpreten sind für mich an dieser Stelle besonders wichtig. Denn ich mochte das Lied in der Andreas Bourani-Version, weil ich seine Stimme so wunderbar finde (auch wenn er mir als Mensch, aus diversen Formaten jetzt etwas besser bekannt, nicht sooo übermäßig sympathisch ist), und ich mochte es in der Yvonne Catterfeld-Version bei „Sing meinen Song 2015“, weil der Uptempo-Beat mir viel besser gefällt als die getragene Originalfassung… und dann gab es den Song als Duett in der Abschluss-Sendung von „Sing meinen Song“ und es war perfekt: die Stimme von Andreas (die hervorragend mit der von Yvonne harmoniert) und der Uptempo-Beat. Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob dieser Song für immer bei mir bleiben wird, denn Popsongs haben sich bisher als nicht sonderlich langlebig auf meiner Herzensmusik-Playlist gezeigt, aber im Moment jedenfalls ist er es und bleibt noch.

kurz vor der Abfahrt von meiner Herzensinsel Juist im September 2015

kurz vor der Abfahrt von meiner Herzensinsel Juist im September 2015

Das war es. Erstmal.
Ich bin sehr, sehr gespannt, was das neue Jahr an neuer Musik für mich bereit hält. Aber ich bin mir fast sicher, dass es wieder Lieder geben wird, die sich in meinem Soundtrack des Lebens fest verankern. Denn Musik ist und bleibt nunmal einer der wichtigsten Bestandteile meines Lebens.

Ich hoffe, meine musikalischen Ausflüge haben euch Spaß gemacht, und vielleicht habt ihr ja sogar das ein oder andere Lied für euch entdeckt. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.

Herzlichst, Sunny

Erkenntnisse an einem kalten Samstagmorgen

Ihr Lieben,

zweimal hintereinander an verschiedenen Orten aufzuwachen, die nicht „zuhause“ sind, ist seltsam. Auch wenn beide Orte nicht völlig fremd sind.

Schnee in NiedersachsenEs erzeugt eine Mischung aus „sich verloren fühlen“ und „alles ist möglich“, zumindest bei mir. Das Gefühl, gerade nirgendwo hinzugehören potentiert sich mit einem kleinen, ja noch völlig hilflosen Menschlein im Bauch, denn gerade dann will man, dass alles möglichst gut ist. Geordnet, in stabilen Bahnen.
Was aber ist mit „alles ist möglich“? Auch dieses Gefühl steigert sich tatsächlich mit Blick auf den gerundeten Bauch. Da wird man gebraucht, gefordert, ist gefragt.
Es ist eben einfach nicht so, dass man sich hinsetzen und darauf warten kann, dass die Welt zu einem kommt und sagt „Ach, haste was? Sach ma, gib ma her, ich mach schon!“ So funktioniert das nicht.
Natürlich hat man im besten Fall Menschen, die für einen da sind und unterstützen. Familie, Freunde, Partner. Aber dafür sorgen, dass alles „läuft“, das muss man schon selbst.
Es ist so herrlich einfach, entweder wegzuignorieren, dass es gerade ein Problem gibt, oder, falls man es denn erkennt, mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen „Da! Nur deswegen krieg ich das gerade nicht hin!“ Das soll nicht heißen, dass man grundsätzlich an allem Schlechten selbst Schuld ist, das einem widerfährt. Aber wie man damit umgeht und was man daraus macht, das liegt allein in jedes Einzelnen Hand. Auch das „SCH***!“ schreien, irgendwo gegen treten oder laut zu heulen ist sicherlich etwas, das erleichtert und allein dadurch hilft. Nur lösen tut es nichts.
Es gibt nicht umsonst den weisen Spruch „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“. Wenn es etwas gibt, das Dich stört, sag es. Wenn es etwas gibt, das dich runterzieht, stoß dich ab und steig wieder auf. Wenn es etwas gibt, das besser sein könnte, arbeite daran. Wenn Du glücklich sein willst, tu etwas dafür und erwarte nicht, dass das Glück zu Dir kommt.

Als ich heute morgen alleine mit dem Möter meiner Besten über die gefrorenen Felder von Niedersachsen gestapft bin, sind mir diese Gedanken durch den Kopf geschossen. Ich fand sie teilenswert. Und ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

Herzlichst, Sunny

Neues Jahr…

neues Glück?

Ihr Lieben,

da steht tatsächlich schon der Jahreswechsel an, und dabei weiß ich noch genau, wie das Jahr 2015 angefangen hat… aber bei allem, was inzwischen so passiert ist, ist es vermutlich auch kein Wunder, dass die Zeit so schnell vergangen ist.
Anfang des Jahres hatte ich zwei Vorsätze, die ich gerne umsetzen wollte, 1. besseres Zeitmanagement, und 2. mehr Bewegung. Beides, muss ich ehrlich zugeben, habe ich nur mäßig umgesetzt, oder, je nach Umstand, umsetzen können. Trotzdem tut es gut, einen Vorsatz zu haben, finde ich. Es lässt zumindest mich anders auf das kommende Jahr blicken, mit einem konkreten Ziel, sozusagen.

Mein Vorsatz für das Jahr 2016 klingt simpel: glücklich sein.
Trotzdem wisst ihr vermutlich auch aus eigener Erfahrung, dass das so leicht gesagt ist, aber nicht immer genauso spielend umgesetzt. Es wird sich so viel ändern in meinem Leben (hier habe ich euch erzählt, was die vermutlich größte Veränderung sein wird), und bei aller Vorfreude sind da natürlich auch Ängste und Unsicherheiten, Fragen, die mir eigentlich niemand beantworten kann, denn es gibt zwar Erfahrungen, aber wie es letzten Endes wird, weiß niemand.
Das Glück auch in kleinen Dingen zu finden hat immer zu meinen Stärken gehört, und wenn ein großes Glück meines Weges kam, habe ich es bisher (glaube ich zumindest) immer mit offenen Armen empfangen und nicht einfach vorüber ziehen lassen. Aber nächstes Jahr geht es mir vor allem um das Glück, das in mir ist. Nicht eins, das mir von außen angetragen wird, sondern eine Zufriedenheit und Sicherheit, die aus mir heraus kommt und mir auch dann Stärke geben kann, wenn von außen gerade mal ein Gewittersturm droht. Es geschieht so schnell, dass man dieses innere Glück aus den Augen verliert, gerade dann, wenn man von außen mit schönen Dingen überflutet wird. Dann sonnt man sich darin und freut sich, und wenn dann wieder dunkle Wolken aufziehen… ist die Sonne von außen weg. Und dann? Sitzt man da im T-Shirt und friert.
In solchen Momenten braucht man die innere Gewissheit, dass trotzdem alles gut ist oder zumindest auf jeden Fall wieder werden wird, den höchsteigenen inneren Kuschelpulli, sozusagen. Und ich kann mir schon heute ziemlich gut vorstellen, dass im neuen Jahr so einige Momente kommen werden, da es die äußere Sonne schwer haben wird, sich durch einige graue Wolken zu kämpfen. Für diese Momente möchte ich mir meinen neuen Vorsatz besonders zu Herzen nehmen. Glücklich sein. Von innen und außen.

Ich wünsche euch einen „guten Rutsch“, ihr Lieben. Ich weiß nicht, wie oft wir uns im neuen Jahr lesen werden, denn auch hier kann ich mir nur etwas vornehmen (weiterhin einigermaßen regelmäßig ein Puzzleteilchen anzufügen), aber natürlich nicht wissen, wie gut das tatsächlich klappen wird. Da aber das Schreiben auch zu den Dingen gehört, die mich glücklich machen, bin ich da ganz zuversichtlich.

Lasst es euch gut gehen und bis bald!

Herzlichst, Sunny

Herbst in Duisburg

Ihr Lieben,

morgen ist schon der 1. Advent… und ich freue mich wie jedes Jahr sehr auf die Weihnachtszeit.
Aber wie schnell die Zeit verflogen ist! Es ist ja immer so, dass die Tage nur so vorbeiziehen, wenn besonders viel passiert, und dieses Jahr gab es zwar ne Menge Arbeit, aber auch schöne Urlaube und Kurztrips, geteilte Freude und ein besonders großes Ereignis… und da sitze ich nun mit einem Adventskranz auf dem Tisch und endlich meiner geliebten, kalten Luft draußen vor der Tür.
Das Jahr neigt sich bereits dem Ende zu, und ich hab manchmal das Gefühl, gar nicht mitgekommen zu sein. Dann hilft es aber, sich zurück zu lehnen und nochmal alles Revue passieren zu lassen. Sich zu erinnern an die vielen Groß-und Kleinigkeiten, und dann macht die vorbeigeraste Zeit plötzlich Sinn. Und ich kann mich freuen über alles, was schon geschehen ist und auf das, was noch kommt.

Bevor Weihnachten und damit auch der Winter aber endgültig Einzug hält, habe ich noch ein paar Herbstimpressionen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Gesammelt in meiner Heimat an einigen der wunderschönen Tage, die uns der Oktober und November beschert haben. Und da soll nochmal einer sagen, in Duisburg (oder im Pott ganz allgemein) isses nich schön!

Duisburg-Neumühl Grüner PfadDuisburg-Neumühl Theodor-Heuss-Str.
beide Bilder in Duisburg-Neumühl, oben „Grüner Pfad“, unten „Theodor-Heuss-Str.“

Duisburg-Bergheim, Essenberger Bruch

Duisburg-Bergheim, Essenberger Bruch

beide Bilder in Duisburg-Bergheim, Essenberger Bruch

Duisburg-Innenhafen, Blick auf den Stadtwerketurm, die Salvator-Kirche und Rathaus Duisburg-Innenhafen, Herbstrot Duisburg-Innenhafen, Promenade Duisburg-Innenhafen, Herbstorange

alle Bilder im Duisburger Innenhafen, in der Abendstimmung.

Hach, Herbst. Mach es gut, bis nächstes Jahr.

Und jetzt wünsche ich euch ein wunderbares 1. Advent-Wochenende!

Herzlichst, Sunny

11 Fragen, 11 Antworten – Sunny und der „Liebster-Award“

Ihr Lieben,

so oft hatte ich noch gar nicht das Vergnügen, für einen Blogaward nominiert zu sein (zwei Mal, um genau zu sein, hier und hier könnt ihr schauen, was ich zum Thema „7 Fakten über mich“ zu sagen hatte), aber nun ist wieder eine Nominierung ins Haus geflattert, und zwar von der lieben Frauke, deren Blog „Fräuleins wunderbare Welt“ einer ist, den ich sehr gerne lese und in dem ich viel stöbere, da Frauke sehr offen und ehrlich über ihr Leben, ihre Erkrankung und ihren süßen Hund Mina schreibt.
Hier sind also Fraukes 11 Fragen des „Liebster-Awards“, und die beantworte ich mit Freuden.

1.) Welche ist deine liebste Jahreszeit?
Herbst! Herbst, Herbst, Herbst!!! Und gerade in der letzten Zeit habe ich ihn sehr genossen, mit seinem Nebel am Morgen und der immer noch wärmenden Sonne am Tag und den wunderschönen, roten Sonnenuntergängen. Aber ich freue mich auch auf nassere, kältere Tage, die dann zum Einkuscheln auf der Couch, heißen Tee und einem guten Buch einladen. Hach.

Herbst in Duisburg2.) In welchem Monat bist du geboren und hat dich das irgendwie geprägt?
Im November🙂 Und ja, ich glaube schon, dass mich das geprägt hat. Der November ist ein Monat, den viele nicht so mögen, weil er oft nass und kalt und noch (fast) ohne Weihnachtsglanz daher kommt. Aber ich habe mich immer auf ihn gefreut, weil ich mich auch (immer noch und hoffentlich für den Rest meines Lebens) sehr auf meinen Geburtstag freue. Ich sage immer, ich bin ein echtes Herbstkind.

3.) Wie zelebrierst du den Herbst?
Wenn die Sonne scheint, zieht es mich raus, mit Kamera und gerne mit Hund, am liebsten ans Wasser, einen See oder Fluss, oder in den Wald. Mit den Füßen im Herbstlaub rascheln, mich an den herrlichen Farben freuen und zwischendurch immer mal wieder stehen bleiben und die Nase in die Sonne halten. Wenn das Wetter eher grau und/oder nass ist, dann gerne wie oben beschrieben mit Tee, Couch und Buch oder Film. Ich backe dann auch gern und freue mich an dem Duft aus dem Ofen.

4.) Kerzen oder Glühbirnen?
Wenn es irgend geht, immer Kerzen! Zum lesen leider schwieriger, aber dann bevorzuge ich immer noch das Licht aus mehreren, schwächeren Glühbirnen mit warmen Licht als gnadenlos jede Ecke ausleuchtendes Flutlicht.

5.) Wo wohnst du und was gefällt dir an deiner Heimatstadt am besten?
Ich wohne in Duisburg und komme ursprünglich aus Oberhausen, bin also in direkter Nachbarschaft geblieben. Duisburg hat ja keinen besonders guten Ruf bei vielen Menschen, die ich kennenlerne, und ich weiß selbst, dass es durchaus eher uncharmante Ecken hat… aber mal ehrlich, welche größere Stadt hat keine? Ich habe Duisburg in den Jahren, die ich jetzt hier lebe, besser kennen und lieben gelernt, und mir gefällt am besten, dass es hier so viele Stellen gibt, die ruhig und grün sind und man trotzdem so schnell wieder in der Stadt und mitten im Geschehen ist.

6.) Welchen Park/Grünanlage/sonstiges draußen bei dir in der Nähe sollte ich mir unbedingt mal ansehen?
Ich wohne direkt um die Ecke vom Landschaftspark Nord, den muss man meiner Meinung nach gesehen haben, am besten abends bei voller Beleuchtung. Wirklich toll finde ich auch das Waldgebiet an der Wedau mit seinen Seen und die Regattabahn.

7.) Gibt es ein Lied über deine Stadt und wenn ja, welches?
Öh. Über Duisburg kenne ich keins, müsste ich nachgoogeln. Aber über Oberhausen gibt es eins von den Missfits, nämlich dieses hier:

8.) Wann fängst du mit der Weihnachtsdeko an?
Pünktlich zum ersten Advent. Vorher freue ich mich zwar auch schon an Lichtern und Co., aber bei mir zuhause zieht die Deko vier Wochenenden vor Weihnachten ein. Und ich achte auch darauf, sie nach Heilige Drei Könige wieder abzubauen. Irgendwie möchte ich, glaub ich, dass die Weihnachtszeit etwas Besonderes bleibt. Ich überlade die Wohnung auch nicht, sondern lege eher Wert auf einen präsenten Adventskranz und besonders schöne Kerzen oder Lichterketten im Fenster. Diese ganz bunten, blinkenden Dinger sind nichts für mich. Und ich freue mich auch jedes Jahr auf den Weihnachtsbaum. Ein paar Jahre lang hatte ich keinen und letztes Jahr endlich wieder, das war so schön.

9.) Ab wann isst du Weihnachtsgebäck?
Ebenfalls erst ab Advent. Klar gibt es das schon ab September im Supermarkt, aber da weigere ich mich. Weihnachtsgebäck gehört für mich eben erst in die Weihnachtszeit. Ich backe auch erst dann selbst Plätzchen. Dafür dann aber reichlich.

10.) Was ist dein liebster Weihnachtsfilm?
Oh, da gibt es so einige. Aber wenn ich den rauspicken müsste, den ich am längsten kenne und liebe und immer wieder rauskrame, wäre es „Während Du schliefst“. Denn kann ich zwar mitsprechen, aber er verliert seinen Zauber trotzdem nie.

11.) Stelle dir selbst eine Frage und beantworte sie.
Hast Du auch ein liebstes Weihnachtslied?
Ich mag die traditionellen Weihnachtslieder sehr gerne, allen voran „Oh Du Fröhliche“ und „Süßer die Glocken nie klingen“, aber auch modernere wie „Driving home for Christmas“ oder „Wintersong“. Mein wirklich allerliebstes Weihnachtslied habe ich allerdings erst vor zwei Jahren kennen gelernt, und das mit meinem Chor zu singen oder es von jemand anderem zu hören ist wirklich etwas ganz Besonderes: https://www.youtube.com/watch?v=obe3cAApvGM
Meine Gänsehaut/Pipi in den Augen-Stelle beginnt ab Min 2:50…

So. Und nun erfordert es die Tradition, dass ich weitere Blogger nominiere und mir 11 neue Fragen überlege. Ich nominiere

Steffie
Sabrina
Steffi

und würde von euch gerne wissen:

1) Welches Deiner bisherigen Lebensjahre dürfte sich gerne immer (oder zumindest eine zeitlang) wiederholen?
2) Welches Bild hast Du bei dem Stichwort „meine Kindheit“ als erstes vor Augen?
3) Bist Du gerne zur Schule gegangen und wenn ja, wieso bzw. wenn nein, wieso?
4) Wusstest Du schon früh, was Du später „werden“ möchtest oder hat sich das eher im Laufe der Zeit gezeigt?
5) Seit wann ist das Bloggen in Dein Leben getreten?
6) Welche Art von Blogs liest Du am liebsten?
7) Reist Du gerne und wenn ja, wohin?
8) Rucksacktour oder Hotel?
9) Bist Du ein Stadt- oder Landmensch?
10) Wo siehst Du Dich selbst in 5 Jahren?
11) Stelle Dir selbst eine Frage und beantworte sie.

Ich freue mich, wenn ihr mitmacht!
Herzlichst, Sunny

Berge sind wunderbar – aber mit Wasser sind sie perfekt! Österreich Juni 2015 Teil 2

Ihr Lieben,

nur knapp fünf Monate nach dem Urlaub kommt also nun der zweite Teil unserer Zeit in Österreich🙂 aber was soll ich sagen, die Erlebnisse, Erinnerungen und Bilder sind jetzt immer noch genaus so schön.

Wie ich euch hier im ersten Teil erzählt habe, war die Begehung der Eishöhle anstrengend und eher nicht so prickelnd. Deswegen sollte der nächste Tag im Zeichen des Umherschlenderns und Schauen stehen, und so machten wir uns auf nach Salzburg.
Das war der einzige Tag unseres Urlaubs, an dem das Wetter mal so gar nicht mitspielen wollte, der Himmel hartnäckig bedeckt blieb und uns eher drückende Luft bescherte. Aber dafür gab es soviel zu sehen!

Am meisten beeindruckt hat mich das Domquatier (das ich ohne den Liebsten gar nicht besichtigt hätte, muss ich hier zugeben), wo aber auch an vielen Stellen diensteifrige Menschen herangewuselt kamen, um mir mitzuteilen, das fotografieren nicht so erwünscht sei. Deswegen gibt es nur wenige Bilder aus den Räumen und Ausstellungen, aber es lohnt sich!
Von der Innenstadt und den Gässchen haben wir leider nicht so viel gesehen, da die Straßen voller Baustellen und trotzdem vollgestopft mit Touristen waren. Da mochte ich mich nicht lange aufhalten. So richtig geruhsam war der Tag also nicht gewesen, aber dafür mit vielen tollen Eindrücken aus der Künstlerstadt.

Der nächste Tag schrie beim Liebsten und mir gleichermaßen „Ihr habt Urlaub, verdammt! Macht doch mal was langsamer!!“ Jo. Haben wir gemacht. Lange geschlafen, wie immer lecker auf der Hotelterrasse mit Blick auf den Zeller See gefrühstückt und erstmal Seele baumeln lassen. Heißt übersetzt, ich hab auf dem Balkon gelesen und der Liebste etwas fern gesehen. Bei herrlichem Wetter wollten wir aber trotzdem nicht den ganzen Tag im Hotel hocken bleiben und machten uns deswegen um die Mittagszeit herum auf, zu Fuß am Zeller Zee entlangzuwandern. Das wir einmal ganz rum kommen würden, erschien uns zugegebenermaßen eher unwahrscheinlich, aber immerhin knapp die Hälfte haben wir geschafft und sind in Thumersbach in ein sehr süßes Bistro direkt am Wasser eingekehrt. Ein paar Tierbabys durfte ich auch verzückt anquietschen. Da es kaum rauf und runter ging auf der Strecke, hab ich meine Füße erst so richtig gemerkt, als wir nachmittags wieder in Zell am See ankamen.

Abends haben wir einfach im Hotel einen kleinen Snack genommen, um der Gemütlichkeit des Tages die Krone aufzusetzen. War auch mal schön.

So erholt durfte der nächste Tag gerne wieder ereignisreicher werden, oh, und das wurde er auch! Zuerst ging es in noch eine Klamm, da uns der erste Ausflug in eine solche so gut gefallen hatte. Die Sigmund-Thun-Klamm in Kaprun entstand vor 14.000 Jahren durch einen Gletscher und ist stellenweise 32 Meter tief. Das wollten wir uns näher anschauen und bei der Gelegenheit direkt auch um den oberhalb gelegenen Klammsee laufen. War das herrlich! Aber schaut selbst:

Da wir relativ früh aufgebrochen waren, kamen wir am frühen nachmittag wieder am Auto an, und ich sprach zum Liebsten: „Da waren vorhin Schilder zu den Hochgebirgsstauseen. Können wir da noch vorbei fahren?“ Klar konnten wir das, und unsere Annahme, dass man in einem nahen Parkhaus bleiben und dann einfach zu diesen Seen laufen können würde, wurde rasch zerschlagen, als wir an einem Busparkplatz ankamen und lasen, dass es Fahrten zu den Stauseen gab. Mit eben diesen Bussen, etwa jede halbe Stunde. Von der Zeit passte das hervorragend, und mein wasserliebendes Herzchen schlug sogleich höher.
Da gab es nur eine Sache zu bedenken. Lasst es mich so ausdrücken, der Liebste ist nicht soo versessen auf Busfahrten an Schluchten entlang, auf der schmalen Straßen. Ich im Grunde genommen auch nicht, aber ich kann mich mit tollen Aussichten prima ablenken. Der Liebste eher nicht so. Trotzdem sagte er: „Komm, wir machen das jetzt!“ und so saßen wir ein paar Minuten später im Bus (ich am Fenster, natürlich) und es ging los. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde, die Aussichten waren in der Tat grandios (außer in dem Teil, in dem es durch einen Tunnel im Berg ging. Immerhin etwa zehn Minuten. Da waren die Rollen dann vertauscht, der Liebste entspannte sich (wo kein Abgrund, da kein Runterfallen möglich) und ich wünschte mich arg verspannt ans Tageslicht zurück) und dann… die Hochgebirgsstauseen. Ich habe unzählige Fotos gemacht, aber irgendwie kann keines das Gefühl einfangen, da oben zu stehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie still es dort ist! Ich saß eine ganze Weile einfach am Rand des Mooserboden und habe nur geschaut und gelauscht. Obwohl wir wahrlich nicht die einzigen Besucher waren, haben sich die Menschen großzügig verteilt und die Ruhe war in großen Teilen wirklich genau das.

Wenn ich heute daran denke, kann ich das immer noch fühlen. Der Liebste eher nicht so.

Der letzte Tag, bevor es heim ging, war mit wechselhaftem Wetter angekündigt, und uns war nach etwas, das schöne Eindrücke hinterlassen, aber vielleicht nicht sooo anstrengend sein würde. Deswegen fiel die Entscheidung relativ schnell auf die Hochalpinstraße, die wir je nach Lust und Laune durchfahren konnten oder eben nicht.  Leider lief es auf „oder eben nicht“ heraus, aus drei Gründen: das Wetter wurde unfreundlicher, der Himmel zog sich zu, und auf ein Gewitter auf über 2000 m Höhe hatten wir irgendwie keine Lust, die Bremsen unseres kleinen Autos fingen an, stinkend zu protestieren, und ich hatte, nachdem ich den Urlaub doch so gut und tapfer überstanden hatte, doch eine kleine Panikattacke und mochte mich lieber wieder dem Tal annähern. Ein paar Fotos hab ich trotzdem gemacht, und ich würde die Strecke auch mit Sicherheit nochmal fahren, denn die verschiedenen Blickwinkel auf die Berge sind wirklich großartig. Das Verschwinden der Bäume, das häufige Auftauchen der Schneefelder, die vielen kleinen und größeren Wasserfälle, das ist echt sehenswert. Und für mich alten Schisser ist es besonders toll, dass alle naselang Parkplätze und auch recht häufig Raststätten aufgebaut sind. Die Preise sind natürlich auch hochalpin, aber für das panikgebeutelte Sunny-Herz zu verkraften. Wir sind am fast höchsten Punkt umgekehrt und haben es geschafft, unser röchelndes Auto heil nach unten zu bringen.
Und um dem Liebsten nochmal zum Abschluss so richtig Spaß zu gönnen, hab ich mich sogar auf eine Sommerrodelbahn gewagt… schööön langsam, natürlich.

Als es am nächsten Tag Richtung Heimat ging, hatte ich gemischte Gefühle. Wie der Titel schon sagt, Berge SIND wunderbar. Aber ich glaube nicht, dass ich auf Dauer zwischen ihnen leben könnte. Auf Besuch vorbei kommen, immer wieder gerne. Aber dann winke ich ihnen auch zum Abschied zu und bin nur ein bisschen wehmütig, weil ein schöner Urlaub zuende geht.
Die Rückfahrt von diesem Urlaub war trotzdem etwas ganz besonderes, denn außer ein wenig Wehmut und Freude auf zuhause hatte ich noch etwas im Bauch… eine Ahnung, dass wir nicht zu zweit, sondern zu dritt aus Österreich zurück kamen. Und das war ein mehr als gelungener Abschluss❤

Wie ist das mit euch? Berge oder Meer? Oder beides, abwechselnd?

Herzlichst, Sunny

Große Erwartungen

Ihr Lieben,

meine Gesundheit hat mich wieder, und der Wunsch, etwas mit euch zu teilen, ist noch mehr gewachsen. Etwas, das mich seit einigen Monaten in Atem hält, und so wird es wohl bleiben. 

Ich befinde mich auf dem Weg in ein großes Abenteuer, eine Reise, für die man sich vermutlich nie vollständig ausrüsten kann… aber zum Glück habe ich liebe Menschen an meiner Seite, die mich unterstützen und mit denen ich über alles, was mich so beschäftigt, sprechen kann. Denn es gibt viele Fragen, Freuden und natürlich auch Ängste, und in solchen Momenten ist nichts so wertvoll wie ein offenes Ohr und ein guter Rat. Und wenn gar nichts mehr hilft, geht immer der Reinhard…

Die erste Stunde

Solange, wie ich leben mag,
Werd‘ ich die Stunde und den Tag,
Den Augenblick vor Augen haben,
Da sie dich mir winzig und warm,
Zum ersten Mal in meinen Arm,
Und in mein Herz zu schließen, gaben.
Für einen Augenblick lang war
Mir das Geheimnis offenbar,
Warst du Antwort auf alle Fragen,
Vom Sinn und Widersinn der Welt,
Der Hoffnung, die uns aufrechthält,
Trotz all‘ der Müh‘n, die wir ertragen.

Kein Dutzend Atemzüge alt
Und hattest doch so viel Gewalt
Und alle Macht über mein Leben,
So lang schon deinen Platz darin,
Und du vermochtest, ihm den Sinn
Zu nehmen oder neu zu geben.
Noch nie zuvor im Leben war
Mir unsere Ohnmacht so klar:
Wir können nur hoffen und bangen,
Da stehen wir hilflos herum
Und taugen zu nichts, als nur stumm
Dies Geschenk dankbar zu empfangen.

So hielt ich dich, sie war vollbracht,
Die lange Reise durch die Nacht
Vom hellen Ursprung aller Dinge.
Hab‘ ich geweint, oder gelacht?
Es war, als ob um uns ganz sacht
Ein Schicksalshauch durchs Zimmer ginge.
Da konnte ich die Welt versteh‘n,
Dem Leben in die Karten seh‘n
Und war ein Teil der Schöpfungsstunde.
Einmal im Leben sah ich weit
Hin über unsre Winzigkeit,
In die endlose Weltenrunde.

Ich freu mich wie verrückt… auch wenn die Reise im Februar vermutlich erst richtig los geht❤

Minimaus insideIch weiß noch nicht, in wiefern dieses Puzzleteilchen meines Lebens auch Platz in den sonnenpuzzleteilchen einnehmen wird, aber das Glück und die Vorfreude sind gerade einfach so groß, dass ich euch davon erzählen wollte.

Beim nächsten Mal geht es dann wieder nach Österreich (da hat sich am Ende des Urlaubs der Beginn der großen Reise angekündigt…), denn ich möchte euch noch einige Bilder zeigen und Orte vorstellen, und der letzte Teil vom Soundtrack of my Life steht auch in den Startlöchern. Ich hab das Gefühl, dass ich nach den arbeitsreichen und aufregenden letzten Wochen und Monaten jetzt wieder Energie da ist, um euch wieder öfter ein sonnenpuzzleteilchen zu kredenzen🙂

Aufgeregt und herzlichst, Sunny